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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Erster Abschnitt.

vm. Ge- heim ihnen geöffnet, aufgeschlagen hätten. So wenig nun dieses factuman sich in Zweifel zu ziehen ist, und so wahrscheinlieh es ist, dass dieHerren den Schwarzburgschen Bestrebungen und Intriguen gegen das Meis-sensche Haus abgeneigt und feindlich waren, und darum bei den folgen-den Fehden des s. g. Flegeler-Kriegs auf markgräflicher Seite standenund der Gesellschaft vom Löwen beitraten, so müssen wir doch annehmen,dass Friedrich VIII., welchen wir vor und nachher als Marschall desLandgrafen Friedrich des Jüngern finden, für seine Person dem Dien-ste dieses seines Herrn getreu geblieben ist, und dass sein Vetter Frie-drich V. der Aeltere vom Stamme Wangen he im es war, bei welchemdie Markgrafen gastliche Aufnahme in Wangenheim fanden.

Wir sehen wenigstens unsern Ritter Friedrich VIII. als Marschallam Tage vor Himmelfahrt 1412 unter den Bürgen Landgraf Friedrichdes Jüngern, als dieser dem Otto von Buchenau zu Creuzburg 1300Rheinische Goldgulden für Aufwand am Schlosse Creuzburg verschreibt(Reg. 210 der IL Sammlung) und am Donnerstag nach Urbani (25. Mai)1412 in gleicherweise, wie der Landgraf seinem Hofmeister Thile vonSeebach und dem Amtmann zu Thamsbrück Jürgen von Körner103 Schock alte Meissensche Groschen für Aufwand am Schlosse Thams-brück schuldig zu sein bekennt (Reg. 211 der IL Sammlung).

Auf Trinitatis 1412 verkauft Friedrich VIII. und sein Neffe Hansein Fleck Landes, vor Eisenach belegen und das ßromdes genannt, wiesolches von ihren Eltern und Vorfahren frei und eigen auf sie verfallen,mit allen Gerichten, Rechten, Lehenrechten, theuersten Haupt, Zinsenund Gewohnheiten für 120 gute Gulden erblich und ewig an das Katha-rinen-Kloster vor Eisenach (Reg. 212 der IL Sammlung). Dieses Fleck,,ffromdes" genannt, ist der jetzt sogenannte Frohmingshof, welcher un-gefähr eine Stunde westlich von Eisenach und eine halbe Stunde nord-östlich von Ober-Ellen in der Eisenacher Stadtflur liegt, und welcherin dem Register von 1528 über die Güter des aufgehobenen S. Cathari-nen-Klosters mehrfach vorkommt: theils wegen der Geldzinsen aus Pro-mis , theils wegen der Lassgüter in Fromaldis, theils wegen verschiede-ner Forst-Oerter um den Frommishof und zwischen dem Stedtfelderund Oberellener Holze gelegen, und würden wir glauben, darin auchdas Mesundefs oder Meydofs wiederzufinden, welches Friedrich IV.von Wangenheim 1367 wiederkäuflich versetzte, und womit 1413 Land-graf Friedrich der Jüngere die Herren von Kreutzburg angeblichbelieh (Reg. 116 und 156 der I. Sammlung), wenn dieses Mesundefsoder Meydofs nicht an einer andern Stelle der Eisenacher Flur, nachdem Dörrehof zu, zu suchen wäre, wo das S. Nicolai-Kloster 1528 beidem Weghus 4 Acker besass, und welcher Hof auf den altern Kartenauch den Namen Metschrieden führt.