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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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VHI. Gener. 23. Friedrich VIII. 13651425.

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Viti (15. Juni) desselben Jahrs bürgt er für den Landgrafen, als dieser vm.Ge-das Schloss Gerstungen an Albrecht von Stuternheim, Gelendes-sen eheliche Wirthin, ihnen zur getreuen Hand aber dem Konrad vonBrandenstein und Hans von Polencz für 1700 Rheinische Gold-Gul-den versetzt (Heg. 203 der II. Sammlung). Sonnabend nach Mariae Heim-suchung (2. Juli) desselben Jahrs ist er mit dem Landgrafen zu Weis-sensee und verbürgt sich für ihn wegen 350 Rheinische Gulden gegenGraf Dietrich von Hohnstein (Reg. 204 der IL Sammlung)

Dass diese Geldgeschäfte des Landgrafen auch seinen Räthen Geldkosteten, zeigt die Schuld-Verschreibung, welche 1410 am Dienstag vorS. Marcustage (25. April) die Gemeinde Pfullendorf dem Capitel zuGotha über ein Capital von 15 Mark Silbers ausstellte, welche Frie-drich VIII. als eigentlicher Darleiher bestätigt (Reg. 149 der I. Samm-lung).

Dass er sich am Palm-Sonntage 1411 bei der Schenkung seines Bru-ders und seiner Vettern an das Katharinen-Kloster zu Eisen ach bethei-ligte, haben wir oben bereits gesehen, und finden wir ihn in demselbenJahre, nach dem Tode seines Bruders Lucz VIII. mit dessen Sohn Hansdie Lehne über Sonneborn in Fulda muthend (Reg. 150 b der erstenSammlung) und zugleich sehen wir beide am dritten Tage nach Allerhei-ligen (also am 3. Novbr.) die Geld- und Korngefälle des Stifts Fulda ausSonneborn, Brüheim und Haina im jährlichen Betrage von 15 PfundPfennigen Eisenacher Währung und 32 Erfurter Malter allerhand Getrai-des für 640 Pfund Heller alter Fuldascher Währung wie sie anno 1317gange und gebe war, und 400 florencier Gulden wiederkäuflich erwerben,indem sie dieselben von Heinrich von Herdas Söhnen Fritz und Wil-helm für diese Summe einlösen (Reg. 151 der ersten Sammlung). Un-ser Friedrich VIII. war mittler Weile zum Marschall des Landgrafenernannt, wie aus der Urkunde vom Mittwoch nach Mariae Geburt (8.Septbr.) 1411 hervorgeht (Reg. 208 der IL Sammlung) und Montag nachMartini 1411 ertheilte er mit seinem Neffen Hans den lehnherrlichen Con-sens zum Verkaufe einer halben Hufe Landes zu Remstedt von N. N.Marschalk an das Augustiner Kloster zu Gotha (Reg. 209 der ILSammlung).

Die Verwicklungen, in welche Landgraf Friedrich der Jüngere durchseine Schwäche gegen seine Schwarzburgsche Gemahlin Anna und dieehrgeizigen Bestrebungen der Grafen von Schwarzburg allmählig ge-rathen war, führten bekanntlich im Jahre 1412 zu dem Einschreiten sei-ner Vettern Friedrich des Streitbaren, Markgraf Wilhelm des Jüngernund Georg mit gewaffheter Hand, wobei die Chroniken uns erzählen,dass dieselben, als sie vor Gotha und Eisenach zogen, im Juli 1412ihr Hauptquartier zu Wangenheim, welches die Herren von Wangen-