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II. Buch. Erster Abschnitt.
vii. Ge- jjg^h ,j em Sonntage Exurge (Sonntag Sexagesima) zu Gotha (Reg. 113der I. Sammlung) und Mittwoch nach Mariae Himmelfahrt (15. August)ebendaselbst im Gefolge der Landgrafen «Friedrich und Balthasarwo er ,,vnsir hovtmann" genannt wird, und gleichzeitig Dietrich vonHonsperg als Marschalk (der dritte seit 3 Jahren) erscheint (Nro. 93der IL Sammlung).
Die Euldasche Fehde wurde in diesem Jahre 1363 zum Austrage ge-bracht, und begegnet uns Friedrich IV. von Wangenheim zuerstwieder unter den Zeugen einer Urkunde der Landgrafen Friedrich undWilhelm vom St. Urbanstage (25. Mai) 1363 wodurch der Verkauf von8 Hufen Land vorTrebra bestätigt wird, welche Johann vom See zuErfurt behuf Stiftung einer Vicarie in der Allerheiligen-Kirche vom Rit-ter Heinrich von Cannewurf und dessen Bruder Rudolf gekaufthat. Die Landgrafen nennen unsern Friedrich darin ,,vnfer vogi"(Nro. 96 der IL Sammlung).
Am Sonntage nach St. Nicolaitag (6. Decbr.) 1363 verkaufte Frie-drich IV. an den Bürger Helwig Friczen zu Eisenach Elsen seineWirthin und ihre Erben, seine 4 Hufen Landes zu Brüheim, welchebei Theilung der 8 Hufen, die ehemals den Brüdern Berld und Her-mann bey der Nefse verliehen gewesen sind, mit seinem Bruder Lutzauf sein Theil gefallen sind, für 100 Mark löthigen Silbers. Den zuge-zogenen Zeugen nach ist die Urkunde zu Eisenach ausgestellt. Eswird in derselben erwähnt, dass dieses Land Fuldasches Lehn sei, vomConsens des Lehnherrn ist aber nicht weiter die Rede (Nro. 97 der ILSammlung).
Vom Jahre 1364 sind uns urkundliche Nachrichten nicht bekannt ge-worden, und auch im folgenden Jahre, wo uns der Bruder Lutz VI.mehrfach begegnet, finden wir den Edeln Friedrich IV. nur einmal inGesellschaft seines Bruders unter den Geheim-Räthen der Landgrafen ge-nannt, als diese 1365 am Sonntage Judica zu Gotha die Schenkungs-Ur-kunde vollzogen, durch welche sie dem Stifte B. M. V. zu Altenburgdas Gut Fürstensee so übertragen, wie solches die Gebrüder Dietrichund Friedrich bis dahin besessen haben (Reg. 114 der I. Sammlung).Noch einmal finden wir Ritter Friedrich ohne seinen Bruder im Ver-eine mit den Rittern Cerstan von Wyczeleybin, Jan von Lenge-veit, Reynhard Rost und Dytherich von Wyczeleybin als Ver-mittler, als der Abt Hermann von Spangenberg zu Volkerode sichmit dem, Mönch zu Volkerode gewordenen, Herrn Friedrich v. Ebe-leben dahin vergleicht, dass dem letztern der Klosterhof zu Meynhar-terode (Menterode?) als Hofmeister des Klosters auf Lebenszeit einge-räumt wird. Die darüber aufgenommene Urkunde vom 13. Juli 1365 be-findet sich im Dresdener Archiv (Nro. 100 der IL Sammlung).