Druckschrift 
Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
Seite
235
Einzelbild herunterladen
 

."''-

VII. Gener. 15. Ludowicus VII. iunior. 13811377.

235

schreibt sich auch gewiss die Befreundung mit Gerd und Dietmar von vn Ge "Hardenberg her, denn der in der Zeit- und Geschichts-Beschreibung vonGöttingen Band I. , p. 27 (Reg. 120 der I. Sammlung) neben Ger dtund Dietmar von Hardenberg auf dem Tournier zu Göttingen amSonntage nach Galli 1371 erschienene Bitter Ludwig von Wangen-heim kann nur unser Lucz der Jüngere sein, da sein gleichnamiger Vet-ter, Friedrichs Bruder, schon 1366 als verstorben genannt wird, unddessen Sohn Lucze VIII. wohl schwerlich schon die Ritterwürde erlangthatte, wie wir später des Näheren erfahren werden.

Nähere Kunde über das Lebensende unsers Ludwig VII. gibt unsdes Jovii Schwarzburgsche Chronik, indem sie weitläuftig erzählt, wie ,

nach dem Jahre 1375 Ritter Lucz von Wangenheim mit seinem SohneFriedrich mit ihren Helfern des Grafen Heinrich von SchwarzburgFeinde geworden, und denselben und seine Unterthanen längere Zeit be-kriegt und beschädigt hätten. Im Anfange des Jahres 1377 zogen sie mitihren Kampfgenossen, unter welchen Conrad Schwirnitz, Herrn. Bost,Titzel Striger, Werner Zenge und Hans Cämmerer, welche wirtheilweise als Wangenheim'sche Burgmänner und Vasallen kennen, ge-gen das Schwarzburgsche Schloss und Städtchen Plaue, wurden jedochvom ausfallenden Grafen Heinrich mit Uebermacht überfallen, wobeiLucz v. Wangenheim nach tapfrer Gegenwehr seinen Tod fand, sein SohnFriedrich aber mit seinen sämnitlichen Genossen gefangen und in ritter-liche Haft gebracht wurde. Auf Vermittlung des Landgrafen wurde derStreit nun durch ein von beiden Partheien gewähltes Schiedsgericht, wel-ches aus Erzbischof Ludwig vonMainz, Graf Günther von Schwarz-burg, Grafen Heinrich, Herrn zu Beichlingen, Graf Friedrich vonOrlamünde, Herrn zu Droyssig und dem edeln Herrn Gebhard vonQuerfurt bestand, dahin entschieden, dass Friedrich von Wangen-heim mit seinen Gesellen, nach beschworener Urpfede, sich wegen desTodes seines Vaters und des erlittenen Gefängnisses und Schadens wederan Graf Heinrich noch an dessen Leuten jemals rächen zu wollen, derHaft ohne weiteres Lösegeld entlassen werden sollte. Dieser Spruch er-folgte am Dienstage nach Judica (17. Maerz) 1377. Die Fehde war da-mit beigelegt (Regeste 126 a der I. Sammlung).

Bedeutender im öffentlichen Leben als Ludwig VII. vom Wangen-heim'schen Stamme, treten uns seine gleichzeitigen Vettern vom Win-tersteiner Stamme Friedrich IV. und Ludwig VI. entgegen.

b. Stamm Winterstein.16. Friedrich IV. 13371375.

Friedrich IV. v. Wangenheim, Alberts IL ältester Sohn scheintsich hauptsächlich der Gunst und der besondern Fürsorge seines Oheims,