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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
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224
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II. Buch. Erster Abschnitt.

vi. Ge- gen heim'sehen Burgmänner und Vasallen aus den ritterlichen Geschlech-

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tern der (Jtenrode, der Schaf und der Marschalks, uns auch ihrenVoigt Heinrich, aus dem ritterlichen Geschlechte der Strieger, in glei-cher Weise kennen lehren, wie wir diese Wangenheim'schen Mannenund Beamten schon in den frühem Generationen in gleichen Verhältnissengefunden haben.

1331 am 15 October zeugt Friedrich von Wangenheim wiederin einer landgräflichen Urkunde, deren Inhalt mir weiter nicht bekanntgeworden ist, indem mir nur diese kurze Notiz desfalls aus dem Dresde-ner Archive mitgetheilt ist, und nach einer vom Hr. von Mülverstedtmitgetheilten Notiz kommt derselbe in diesem Jahre auch mit seinem Bru-der Apel, in einer Urkunde des Klosters Homburg bei Langensalzavor (Copial-Buch fol 19a.). 1333 am Dienstag nach dem Sonntage iueun-ditatis (das ist Rogate) resigniren beide Brüder 5 7 /§ Hufen Land in Son-neborn dem Landgrafen zu Gunsten des Marienstifts in Eisenach, vonwelchem sie dafür das Dorf Graula empfangen, wie solches früher beiAlbert von Wangen heim bereits angeführt ist, und in demselben Jahream 3. Juli, sehen wir unsern Friedrich in Nordhausen, wo er Na-mens des Landgrafen dem Rathe und der Bürgerschaft dieser ReichsstadtQuifrung über 100 Mark Silbers ertheilt, welche die Stadt laut Vergleichsabschläglich auf die 3000 Mark bezahlte, welche Kaiser Ludwig seiner,an Landgraf Friedrich verheiratheten Tochter, als Brautschatz auf Nord-hausen, angewiesen hatte (Nro. 46 der II. Sammlung). Inmittelst wurdeThüringen durch die Händel zwischen Erzbischof Heinrich v. Mainzund seinem Gegner Balduin in Krieg verwickelt, und der LandgrafFriedrich musste zur Aufrechthaltung des Landfriedens manchen har-ten Strauss bestehen, und als 1335 Erzbischof Balduin Thüringen über-zog, wurde der Krieg fast ein allgemeiner, die Voigte der Landgrafen,und unter ihnen gewiss nicht der letzte Friedrich Herr von Wangen-heim, schlugen aber das unter dem Grafen von Katzenellbogen demErzbischof zu Hülfe eilende Heer bei Langensalza aufs Haupt, unddamit war der Landgraf wieder Herr der Situation, und als Balduinnun gemeinschaftliche Sache mit ihm gegen Erfurt machte, mag Frie-drich v. Wangenheim auch dem Erzbischof sein Schloss Wangenheimgeöffnet haben (Anmerkung zu Reg. 93 der I. Sammlung).

Dass Ritter Friedrich an den Zügen, welche 1333 die vereinigtenLandgrafen Friedrich von Thüringen und Heinrich von Hessen,und 1336 dieselden Fürsten mit dem Erzbischof von Mainz im Bündnissgegen Treffurt unternahmen, persönlich Theil genommen, haben wir bisjetzt urkundlich nicht feststellen können; dass ihm und seines Bruders-Kindern aber bei dieser Gelegenheit, oder schon früher bei der Uebertra-gung der thüringenschen Lehne der Herrn von Trefurt auf die Gebrü-