VI. Gen. 14. Friedrich III. , Friedrich I. Sohn. 1296—1353. 225
der von Wangenheim auch Besitzungen zu Treffurt und innerhalb VI - Qe "der Herrschaft Treffurt zu Theil geworden waren, geht aus den spätemWintersteiner Lehnbriefen und andern demnächst zu erwähnenden Urkun-den klar hervor, und wahrscheinlich gehörte auch der Antheil am Schlosse .Brandenfels, in dessen Besitze wir Friedrich von Wangenheimbald finden werden, zu den thüringenschen Lehnen derer von Treffurt,welche 1305 und 1325 auf die von Wangenheim übergegangen waren.
Nach einer uns aus dem Dresdener Archive gewordenen Notiz kommtFriedrich Herr v. Wangenheim nun in zwei landgräflichen Urkunden,vom 13. und 15. März 1336, -wiederum im Gefolge des Landgrafen alsZeuge vor und am 24. Februar 1337 erscheint er in gleicherweise, alsFridericus dominus in Wangenheim vor dem landgräfiiehen MarschallPeter Purzk und dem magister curie , Gotfrid Schindekop genanntwie Landgraf Friedrich den Verkauf des Dorfs Hieben von Heinrichvon Salza an das Kloster Reinhardsbrunn bestätigte (Reg. 89 der I.Sammlung).
Am 1. October desselben Jahres 1337 trat er den Antheil, welchener an der Burg Brandenfels hatte, mit dem Dorfe Grossenbehrin-gen und mit 20 Malter Kornzinsen an seines Bruders Albert II. ältestenSohn Friedrich auf seinen demnästigen Erbtheil ab (Regeste 90 der I.Sammlung), woraus wir schliessen müssen, dass Herr Friedrich der Ael-tere selbst kinderlos, wahrscheinlich auch unverheirathet war, und seinGanerben-Recht an Brandenfels in seines Neffen Hände übertrug, weiler selbst vielleicht wegen des vom Landgrafen unternommenen Zugs nachFrankreich, auf welchem er diesen begleitete, behindert war, das für dieSicherstellung der landgräflichen Interessen gegen das benachbarte Hessenund das Stift Fulda wichtige Schloss persönlich mit den übrigen Ganer-ben zu behüten, und doch ein Mitglied seiner Familie auf dieser Vestewährend des landgräflichen Zugs nach Frankreich anwesend zu sehenwünschte, wozu sein Neffe Friedrich IV. die geeignete Persönlichkeitwar. Es ist früher in meiner ersten Regesten-Sammlung bereits ausge-führt, dass der Zug, welchen Landgraf Friedrich der Ernsthafte demKönig von England zu Hülfe nach Frankreich unternahm, und welchendie Chronisten in das Jahr 1336 setzen, aller Wahrscheinlichkeit nach inden Jahren 1337 und 1338 statt fand (Reg. 88 der I. Sammlung). Essind dort die Worte zweier Chronisten angeführt, w T elche darüber berich-ten, wie dem alten Ritter Friedrich Herrn von Wangenheim vonseinem Herrn, dem jungen Landgrafen, vor dem König Eduard III. vonEngland und dessen Kriegs-Gefolge im Lager vor Cambray die Ehre er-zeigt wurde, den Ritterschlag nur aus des alten Wangenheims Handempfangen zu wollen „weil er von niemanden zum Ritter gesehlagen sein„wolle, als von einem solchen, der nie vor einem Feinde geflohen"; und
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