Druckschrift 
Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
Seite
197
Einzelbild herunterladen
 

■■■■

PjfrfcW

IV. Gener. 4BerthousII. 1195—1196u. 5. Ludow. III. 1195—1259. 197

cus de Wanqehevm mit einer Ehefrau Ysintrudis, fiir welche ich kei- IV - Ge

^ J neration.

nen Platz zu linden weiss. Es heisst daselbst fol. 180 (circa 1260— 1271):

Obiit < III. Idus Decembris) mag. Richardus canonicus ei danturX. solidi qui quondam dabaniur de curia Gotfridi Menteleri, quam cu-riam emit Theodericus de Wangeheym, cujus relicta Ysintru-dis eandern adkuc possidet

und fol. ol

Anno dorn. MCCLXXI. VI. Non. Martii obiit Theodericus deIndagine et dantur VI. sol. VI. den. de curia domine de Wan-geheym que sila est in parochia f. Andree.

Gehörte dieser Dietrich zu unserm Geschlechte, in welchem dieserVorname durchaus nicht üblich, oder war er nur von Wangenheim nachErfurt gezogen, vielleicht zu einem Wangenheirn'sehen Burgmanns-(jeschlechte gehörig, da die Bezeichnung seiner Witwe als domina aufrittermässigen Stand schliessen lässt. Oder war er ein Herr von Hagen(de Indagine) aus Wangenheim'schen Stamm entsprossen?

Wenden wir uns nun zu den Söhnen Ludwigs des III.

Fünfte Generation.6. Ludwig IV, 7. Meynher, 8. Albert und 9. Friedrich.

Die drei zuerst genannten Brüder haben wir 1242 bereits neben ih- v. Gene-rem Vater Ludwig und der Mutter Heilwiga geborne von Treffurt ratlon -als Knaben kennen gelernt, Ludwig der älteste ist uns darauf 1257 ne-ben dem Vater begegnet, und während Meynher seit 1242 überall nichtwieder genannt wird, erscheint Albert uns später nur einige Malein Urkunden. Auch der jüngste der Brüder|, Friedrich, welcher erstnach 1242 geboren sein kann, und bei dem, wahrschsinlich bald nach 1257eingetretuen Tode Beines Vaters Ludwig III mit seinen ebenfalls nochminderjährigen Brüdern längere Zeit unter Vormundschaft (vielleicht desältesten volljährigen Bruders) gestanden haben muss, wie aus einer Ur-kunde vom 12. September 1277 hervorgeht, in welcher Heinrich vonKolmatsch beiläufig erzählt, dass er die Voigtei über Lupnitz frühervon den Wangenheim'schen Kindern erkauft habe (quod Advocaciamin Lupenge rum omni Jure nobis ei. heredibus nosiris a pueris de Wan-eehetn justo tiiulo emplionis comparavimus (vide Sro. 14 der II. Samm-lung), hat wenig urkundliche Spuren hinterlassen, wie wohl er als Stamm-vater des Wintersteiner Stammes für uns von höchster Bedeutung ist.

G. Ludwig IV. 1242—1299,

Stammvater des Stammes Wangenheirn.

Aus dem Jahre 1276 sind uns zwei, zum Oeftern gedruckte Urkun-den (Heg. Kro. 51 und 52 der I. Sammlung) aufbewahrt, in welchen Lud-