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II. Buch. Erster Abschnitt.
iv. Ge- jj a m ; r son ' s t; e i n Geschlecht welches sich vom Wangenheim'schen Tun-
neration. ^
geda genannt hätte, nicht bekannt geworden ist, aber auch der Familievon Utenrode kann er angehört haben, diesem andern weit verzweigtenWangenheim 'sehen Burgmannen-Geschlecht.
Im Jahre 1242 finden wir Ludwig von Wangenheim nun nocheinmal in der Umgebung des Landgrafen Heinrich bei der Bestätigungdes Verkaufs des Waldes Tambach von der Mechtild, Gemahlin desDietrichs Kämmerer von Mühlhausen, an das Kloster Georgenthal(Begeste 43 der 1. Sammlung). Von nun an tritt eine Lücke in denNachrichten ein, w T elche uns bisher die Person unsere Ludwig 111. vonWangenheim seit 1228 fast von Jahr zu Jahr verfolgen Hessen. Land-graf Heinrich Baspe starb 1247 und der Thüringisch-Hessische Erb-folge-Krieg zwischen Sophie von Brabant für ihren Sohn Heinrichund Markgraf Heinrich den Erlauchten von Meissen verwüstete be-kanntlich während einer längern Zeit einen grossen Theil von Thüringen,wo die kriegerischen Verhältnisse auch die Erbauung zahlreicher neuer Be-festigungen und Burgen veranlassten, welche zum grossen Theil ebensorasch wieder zerstört wurden und verschwanden , als sie gebaut waren.Die Chroniken erzählen dass Wangenheim'scher Seits in dieser Zeit dieVeste Kaienberg erbaut sei, während Andere die Erbauung der Testedem Markgrafen Heinrich selbst zuschreiben, dann aber auch dieselbeim Jahre 1260 von ihm selbst wieder erobern und zerstören lassen, wäh-rend dieselbe doch im folgenden Jahrhunderte sich noch als Wangen-heim'sche Burg findet. Es bleiben, wie ich schon an einem andern Orte(Beg. 46 der I. Sammlung) ausgeführt habe, in den Darstellungen dieserKriegszeit von Seiten der verschiedenen Chronikschreiber viele ungelösteWidersprüche. Ich habe aber schon früher bemerkt, dass wir in dieserZeit der Unruhe unsern Ludwig 111. von Wangenheim auf der Mark-gräflichen Seite suchen müssen und diese Annahme findet wohl durch diemir seitdem erst bekannt gewordene Beif ensteiner Urkunde im Mag-deburger Archive vom 9. Juli 1257 (Nro. 12 IL Sammlung, gedruckt inWolfs Kirchen-Geschichte des Eichsfelds Urk. V, p. 6) ihre Bestätigung',wonach Ludwig von Wangenheim mit seinem Sohne Ludwig nebenGraf Hermann von Henneberg, dem Cämmerer von Vanre, Hugovon Salza und andern aus der Umgebung des Markgrafen Heinrich,die Schenkung des Patronats über die Kirche zu Ammera bei Mühlhau-sen an das Kloster Beiffenstein mit bezeugt.
In dieser Urkunde ist zunächst die Bezeichnung des Ludowicus alsadvocatus de Wangeheim auffallend und dann könnte die Fassung dazuverleiten, die Worte: et suusfilius Ludewicus Camerarius de Vanre alszusammengehörig zu nehmen, und würde dann, ähnlich wie gleich vorherder Markgraf Heinrich sagt dilectus frater noster comes hermannus de