IV.Gener. 4. BerthousII. 1195 -1196 u. ö.Ludow. III. 1195—1259. 193
Diese Anordnung der Stammtafel, welche durch urkundliche Zeugnisse lv - Ge -nirgends widerlegt, aber wohl vielfach bestätigt wird, stellt die Verhält-nisse klar, wie und warum bei Hermanns v. Brandenfels Ablebendie Wangenheim'sche Familie, bei Heinrich v. Bilsteins Ablebenaber die v. Salza als nächste cognatische Erben auftraten, und dieSpan-genberger Treffurts nur altväterliche Güter und Lehn erben konnten,und erläutert die getheilte politische Stellung der verschiedenen Linien desGeschlechts auf Thüringenscher und Hessischer Seite am Besten.
Kach dieser Abschweifung zur Urkunde zurückkehrend, muss zu denSöhnen welche hier genannt sind, Ludwig, Meinher und Albert, nochbemerkt werden, dass wir später auch noch einem Friedrich als Bruderdes Ludwig und als Sohn der Schwester Hermanns von Brandenfelsbegegnen, welcher wahrscheinlich 1242 noch nicht geboren war, und müs-sen wir nun dem lleinbod von Wangenheim uns zuwenden, welcherunter den Bürgen von Wangenheim'scher Seite erscheint, für den wiraber nach den Vorhergehenden in der Genealogie des Geschlechts keinenPlatz finden, wenn die Annahme, dass Berthous IL in den geistlichenStand getreten, oder wenigstens ohne Nachkommen geblieben, richtig war.Wäre dies jedoch nicht der Fall, so würde dieser jetzt auftretende Rein-bodo füglich der Sohn des 1195 genannten Berthous IL sein können.
Ich glaube aber dieser Reinbodo de Wanheheim gehört gar nichtdem Wangenheim'sehen Geschlechte an, sondern ist, sowie die ihmfolgenden Albert von Lara und Albert von Tungede ein Wangen-heim'scher Ministeriale und Burgmann, wie die vorhergegangenen dreiRitter von Beringen für Hersfelder Ministerialen und zu Beringensesshaft, keineswegs aber alle für eines Geschlechts und den Namen Be-ringen führend, gehalten werden müssen. Diese Vermuthung wird mirfast zur Gewissheit, wenn ich den nicht sehr häufig vorkommenden Vor-namen Reinboto ins Auge fasse, und gerade diesen Namen in demWangenheirn'sehen Burgmanns-Geschlechte der Schaffe in diesem unddem folgenden Jahrhundert geführt sehe. 1299 Freitag nach lnvocavit(vide Reg. 60 der I. Sammlung) zeugt Berthous miles apud ponlem die-(us Ovis (nicht Mus, wie es durch einen Schreibfehler bei Sagittarheisst, während die Original-Urkunde deutlich ovis hat) et lleynboto fra-ter suus et Berthous filius sui patrui, und 1357 zeugen Her ReiuboteSchaf Domherr zu Trier und Albrecht Schaf Ritter (Reg. 110 derI. Sammlung). Der Namen kehrt also in mehreren Generationen des Ge-schlechts wieder, und finde ich darin eine Bestätigung meiner Vermuthung.Der Albert von Lare ist mir sonst noch nicht aufgestossen, zu demGrafengeschlecht von Lohra, welches sich auch Lara schrieb, wird erwohl nicht zu zählen sein. Albertus de Timgede kann eben auch ein aufWangenheini'schein Gute zu Tungeda sitzender Schaf gewesen sein,
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