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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Erster Abschnitt.

(Nro. 2 der II. Sammlung). Es ist dieses die zweite Besitzung am Fussedes Thüringerwalds, welche wir in Ludwigs Händen kennen lernen,und wegen welcher derselbe in einem Ministerialitäts-Verhältnisse zumStifte Fulda gestanden hat, welches übrigens bei allen übrigen Gelegen-heiten , wo wir ihm sonst begegnen, nicht mehr hervortritt, indem wirihm vielmehr nie unter den Fulda'schen Ministerialen, sondern unterEdeln und freien Herren, im Gefolge des Landgrafen und am kaiserlichenHoflager begegnen.

So finden wir ihn, anscheinend im Gefolge des Landgrafen Her-mann, im Jahre 1207 am kaiserlichen Hoflager zu Würzburg und Nort-hausen, als vor Kaiser Philipp und vielen Reichsfürsten der Graf vonZiegenhayn dem Deutschen Orden die Kirche zu Reichenbach schenkt(Regeste 25 der I. Sammlung), und ferner am 5. Juni 1214 zu Egerund am 23. Sptbr. 1216 zu Altenburg am Hoflager Kaisers FriedrichII. (Regeste 26 u. 27 der I. Sammlung) bei Verhandlungen, worin es sichgleichfalls um Erwerbungen des Deutschen Ordens beziehungsweise beiTambach am Thüringerwalde und zu Nenewicz bei Altenburghandelt.

Am 8. Septbr. 1216 zum Feste von Mariae Geburt war Ludwigaber ebenfalls am kaiserlichen Hoflager zu Würzburg bei den Ver-handlungen gegenwärtig, wodurch der Streit zwischen Landgraf Hermannund dem Stifte Hersfeld wegen der Voigtei-Rechte des erstem über dasletztere beigelegt wurde (Reg. 29 der I. Sammlung) und bezeugt auch diezweite vom Landgrafen in demselben Jahre aber ohne Angabe des Tagesüber diesen Gegenstand ausgefertigte dem Stifte Hersfeld behändigteUrkunde (Regeste 28 der I. Sammlung). Ende dieses Jahres war Land-graf Hermann zu Gotha gestorben, und schon im Januar des folgendenJahres 1217 (XVIII. Kalend. Februarii also 15. Januar) erscheint Lud-wig von Wangenheim im Gefolge des jungen Landgrafen LudwigIV. (der Heilige) als dieser die Güter des Klosters Georgenthal zuGross-Rudestedt von allen Diensten befreit (Regeste 30 der I. , undNro. 3 der IL Sammlung), und im folgenden Jahre 1218 war er unterden Zeugen, als der junge Landgraf dem Katharinen-Kloster zu Eise-nach zum Seelenheile seines Vaters verschiedene Schenkungen macht(Regeste 31 der I. Sammlung). Im Jahre 1219 stellte Ludwig IL vonWangenheim mit seinem Sohne Ludwig und unter Zustimmung seinerGemahlin Adelheid (Adelheidis contectalis mee connivencia) dem Klo-ster Georgenthal eine Urkunde aus, wonach er bekennt, dem KlosterGeorgenthal nicht allein von seinen eignen Erbgütern (« nostro jureet progetiitorum nostrorum ad Ecclesie vallis St. Georgii jurisdictionemtramfufa) die Dörfer Hagen und Katterfeld (worüber wir die Doku-mente bereits kennen gelernt haben) und 12 Hufen in F ahn er, sondern