Druckschrift 
Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
Seite
180
Einzelbild herunterladen
 

180

II. Buch. Erster Abschnitt.

Erster Abschnitt.

Die Generationen des Geschlechts bis zu den Stamm-Vätern der heutigen Linien des Wangenheim'schenund des Winterstein'schen Stammes.

Erste Generation.1. Ludowicus I. de Wangenheim 11331145.

i.Gene- Ludwig ist der erste dieses Namens, von welchem wir die Abstam-

ration. mun g ^ es Geschlechts von Generation zu Generation urkundlich nachwei-sen können. Er begegnet uns drei Mal in Urkunden als Zeuge. Zuerstin einer Urkunde vom Jahre 1133 über einen Tauschvertrag zwischen demAbte Berthous von Fulda und dem Abte Ulrich von Paulincella,wodurch des letztern Kloster von Fulda das ihm wohlgelegene Gut Go-f'selborn gegen andere Güter zu Clukow, Kemede und Curtz ein-tauscht. Die Schirmvoigte beider Klöster Graf Gozmar (von Ziegen-hain) und Sizo (von Käfernburg) willigen in den Tausch, welcher inGegenwart des Landgrafen Ludwig I. (in presenlia Ludowici Regiona-rii Comitis) und der Grafen Ernst von Tonna, Ludwig von Lohra,des Dietmar von Rosla, Adelher und Berbeto(?) von Witzleben,Widelo von Griefsheim und dessen Bruders Sizo von Arnstadt,des Poppo von Stein und mehrerer Anderer neben Ludwig v. Wan-genheim vollzogen wird. Ueber sein Verhältniss zum Landgrafen oderzum Abte von Fulda wird dabei nichts angedeutet (vide Regeste 14 derI. Sammlung). Dagegen wird derselbe in den beiden andern Urkunden,worin er als Zeuge auftritt, sowohl 1144 in der Urkunde des ErzbischofsHeinrich von Mainz (llegeste 15 der I. Sammlung), als auch in derdes Hersfelder Abts vom Jahre 1145 (Reg. 16 der I. Sammlung) alsMinisteriale bezeichnet, jedoch unter Umständen, welche den freien Her-renstand wenig beeinträchtigen dürften. Von seinen Besitzungen und übri-gen Lebensverhältnissen erfahren wir nichts weiter.

II. Gene-ration-

Zweite Generation.2. Berthous I. 1156-1176.

Elf Jahre nach Ludwigs letztem Auftreten begegnen wir zuerst imJahre 1156, als der freie Mann Wortwin (homo liberae condiüonit)