Die Seniorats-Verhältnisse und Familien-Versammlungen. 141
a. in Tungeda und Hochheim mit dem Wangenheim-Wangenheim-schen Seniorate gemeinschaftlich 1 f 4 $ Erbzinse 1 Gans, 2 Hähneund das Lehngeld vom Backhause und einem Freihause und 2 ViertelHufen Landes zu Hochheim, sowie von circa l'/2 Hufen Landes inTungeda; dagegen als ausschliesslich Winterstein'sches Seniorat10 «^ 19 y 1J/j ä) Zins vom Backhause zu Hochheim, 1 Gans, 2Hähne und Lehngeld von einem Hause P/4 Hufen und 4 Acker Feldesalso circa 641/2 Acker Land, zu Tungeda aber Lehngeld von 1/2 HufeLandes also 15 Acker.
b. aus Oesterbehringen 3 f gut Geld Erbzins 1 Gans Lehngeld vonzwei Häusern und circa 3'/2 Hufe also 105 Acker Land.
c. in Beichenbach Lehngeld von 12% Acker Feldes also circa 38'/2 Ack.
d. in Hayna die Becognition von der Abdeckerei und Lehngeld von 2Acker Feldes also 6 Acker.
e. in Sonneborn 2 Malter Weizen, 2 Mit. Korn, 2 Mit, Gerste H. M.an Fruchtzinsen. Lehngeld von einer wüsten Hofstelle und einer hal-ben Hufe Landes also 15 Acker.
f. in Brüheim Lehngeld von 7/ 8 Hufen 2 Acker Felds und 3 /i AckerLand also ungefähr 33 Acker.
g. in Erfa oder Friedrichswerth Lehngeld zu J /3 von zwe i HufenLand also ungefähr 20 Acker.
h. in Treffurt von 112 einzelnen Ackern, welche von 92 Censiten be-sessen wurden, 2 leichte Pfennige Erbzinse von jeden Acker und 5Procent Lehngeld bei Besitz-Veränderungen.
Diese Seniorats-Lehne umfassten also noch ungefähr 272 V2 Acker,Artland und Wiesen, Bitterlehn und an bäuerlichen Lehn 436 V2 AckerGrundbesitz, aber es waren schon viele Seniorats-Bevenuen z. B. die Se-nioratslehne in Scherbda, Bischoffrode und die Mühle zu Langen-salza, von denen die Lehnbriefe und altern Urkunden Kunde geben,verloren gegangen, und wenn bei der Lehnsspecification von 1846 alsSeniorats-Einkünfte noch 14 ,$ 26 fr 1/j fy an Erbzinsen und Beeognitions-Geldern 2 Malter Weizen, 2 Malter Bocken und 2 Malter Gerste HagerMaasse Fruchtzinse 2 Gänse 20 Hähne und Lehnherrlichkeit über 3 Häu-ser 1/2 Backhaus 12'/s Hufe Landes und 19 V2 Acker Feldes also circa4221/4 Acker angegeben werden konnte, so zeigt diese Angabe welcheweitere Verluste durch den Abgang von circa 386^/4 Acker Seniorats-Lehne im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts stattgefunden haben. Durchdie mit dem Jahre 1848 eingetretnen Ablösungs-Gesetze und die Aufhe-bung des Lehns-Verbandes trat nun aber eine weitere radicale Verändrungder Verhältnisse ein, und beide Seniorate das Winterstein'sche wiedas Wangen hei m'sehe wurden für ihre bis dahin noch bezognen Ein-künfte aus erbenzinsherrlichen und lehnherrlichen Gefällen durch sehr mäs-