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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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I. Buch. Fünftes Capitel.

künden wyr dess nich eyn werden szo sullin wir darvmb spelin, werden vnder vns dy meistin augin werffit vff drehin toorffeln, der sal denkerchlehin Wien weme her wil vmb godes willen, daz sal der ander ad-der dy andere auch lihen vnd om die lenunge state halden vnd sallen denmit eynander anewerbin mit vnsen vffin versegiltin briffen deme geistli-chen richter alczo recht ist. die andere geistliche lehin alczo vorgeschre-bin stehit die sal der eldere von Wangheim lihen ane wedderspracheweme her wel vnd sal den an dy andere wisczen dy salen om dacz le3 r nouch thun vmb godes willen vnd on semptlich mit eynander rede yr ge-trvwe cappelan zcu sin vnd got vor sihe zcu betinde vor yre erbin vndvor alle yre eidern"). Aus den letzten Worten dieser Vereinbarung kön-nen wir einen Beleg für das Alter und die Rechtmässigkeit des sonntäg-lichen Kirchengebets für die Patronen entnehmen. Kicht ohne Interessedürfte es auch sein, dass noch 1395 die Herren v. Wangenheim sichbefugt erachteten allen Priestern in den Wangenheim'schen Gerichtenaufzugeben, an allen hohen Festtagen in der Kirche zu WangenheimSeelmessen zu halten, wie aus dem in einem alten Inventarium über dieBriefschaften in Melchior Ludwigs Nachlass von 1575 verzeichnetenInhalt der Urkunde hervorgeht; die Urkunde selbst ist nicht mehr vor-handen.

Wenn gegen das Ende des 14. Jahrhunderts die bis dahin mühsam be-hauptete und schon vielfach geschmälerte dynastische Freiheit dem Vasallen-thume durch die Lehns-Auftragung des Schlosses Wangenheim an dieLandgrafen weichen musste, so sehen wir nun auch im Laufe des 15.Jahrhunderts in den für beide Stämme ertheilten Lehnbriefen über Wan-genheim neben den weltlichen auch die geistlichen Activ-Lehen, odernach heutigem Sprachgebrauche die Patronat-Rechte mit verliehen, weilsie als ein eigentlicher Bestandteil der Herrschaft Wangenheim ange-sehen wurden. In gleicher Weise erwähnen die vom Stifte Fulda demWangenheim'schen Stamme von jetzt an ertheilten Lehnbriefe der geist-lichen Lehne zu Hayna, während die dem Wintersteiner Stamme er-theilten Fulda'schen Lehnbriefe über Sonneborn, ebenso wie die Land-grällichen Lehnbriefe über Winterstein von den geistlichen Lehnenschweigen, weil Sonneborn Fulda'sches Patronat geblieben war, unddie Kirchen in Grossenbehringen und Wolfsbehringen vom StifteHersfeld relevirten.

So trat die Zeit der grossen Kirchen-Eeformation heran, welcher sichsowohl die Herren v. Wangenheim als ihre Unterthanen sehr früh ange-schlossen zu haben scheinen. Das Studium auf der Universität Wittenberg,wo wir Friedrich von Wangenheim 1520 finden (Reg. 289 der er-sten Sammlung), mag dazu beigetragen haben, dass Luthers Lehre baldin der Wangenheim'schen Familie Eingang fand, Georg von Wan-

war,

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