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I. Buch. Zweitel Capitel.
hinzufügte, so könnte dieser Balkenschild darum doch ebenso gut, wieder einfache Balkenschild, welchen wir 1282 von dem ritterlichen Ge-schlechte der Schelfilze zu Mühlhausen geführt finden, eine Erinne-rung an die alten Gaugrafen in der Germarmark und im Westergauesein, zu deren Gefolgschaft die Geschlechter einst gehört hatten, währenddie Herren von Botenstein und die Familien-Gruppe derer von Hol-bach, von Sunthausen, von der Werna und die von Wulferodtemit ihrem Balkenschilde unserer Ansicht nach sich mehr an das Balken-schild des Beichlinger Grafengeschlechts anlehnen möchten.
Zu dieser dem Südwest-Rande des Harzes angehörigen Gruppe vonGeschlechtern, deren Wappen eine auffallende Aehnlichkeit mit dem Wan-genheim'schen Wappen zeigen, wenden wir uns jetzt.
Nachdem vor Allen Herr v. Ledebur in den Märkischen Forschun-gen hingewiesen hat, auf die Bedeutung des Wappenbildes für die Erfor-schung des genealogischen Zusammenhanges der Adelsgeschlechter im Mit-telalter, wenn sich in derselben Gegend Geschlechter zwar verschiedenenStammes aber doch gleichen oder ähnlichen Wappens finden, haben an-dere Forscher wie Herr v. Mülversdt, Rein etc., die Richtigkeit die-ser Wahrnehmung anerkennend, darauf fortgebaut, und hat namentlichder selige Professor Rein im Correspondenz-Blatte des Gesammt-Vereinsder Deutschen Geschlechts- und Alterthums-Yereine durch mehrere Jahr-gänge (1860 Nro. 6 u. 9, 1861 Nro. 3 u. 4 und 1865 Nro. 6) interes-sante Fingerzeige über die Familien-Gruppen mit gleichen und mit ab-weichenden Wappen in Mittel-Deutschland gebracht, wie solches früherin Bezug auf die Mark Brandenburg von Herrn v. Ledebur gesche-hen war.
Rein gesellte nun wegen der Aehnlichkeit des combinirten Doppel-schildes den Herren von Wangenheim die Herren von Sundhausen,v. Stecklenberg, von Wysenfelt, von Holbach, von Botensteinsamint den Hessischen altern Dynasten von Gutensberg als eine Gruppehinzu, deren Wappen-Aehnlichkeit oder Gleichheit zu einer nähern Er-forschung des etwaigen genealogischen Zusammenhangs dieser Geschlech-ter aufforderte, und Herr von Mülverstedt hat in der Zeitschrift desHarz-Vereins für Geschichte und Alterthums-Kunde (III. Jahrgang 1870I, Heft pag. 248 sequ.) in dem Aufsatze Hans von Holbach nebst ei-nigen Nachrichten über die von Sundhausen, von der Werna und vonWulfferodt im Hohensteinschen und Clettenbergschen sowie über dievon Wangenheim und von Holbach in Thüringen, über diese Fami-lien und die Gleichheit oder Aehnlichkeit ihrer Wappen interessante Un-tersuchungen angestellt, welche wohl die Zusammengehörigkeit der Fami-lien von Holbach, v. Sundhausen und von der Werna und ihrengemeinsamen Stamm mit denen von Wulfferodt oder Wulferode als
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