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Zweites Capitel.
zweite sechsmal von Gold und Grün getheilt, der Aufschlag desHuts grün die über selbigen hervorkommende Flügel der rechte gol-den, der linke roth. Helmdecken roth, grün, blau und golden.
An einem Abdruck des Wappens, das sehr klein und wahrscheinlichaus vorigem Seculo ist, bemerke ich im ersten Felde zwei etwasschräglinke Balken, im zweiten Felde das links springende Windspiel,welches sich auch zwischen den Flügeln auf dem Helme zeigt. Ehe-mals soll die Verwechselung der Felder dieses Wappens ein Unter-scheidungs - Zeichen der Linien gewesen, doch nunmehro aufgehobensein. Thüringisch. Apelo von Wangenheim lebte 1412."So schrieb 1786 der fieissige Herr von Med in g und seine voran-gestellte Wappenbeschreibung ist durchaus richtig, nur wird das Wind-spiel in der Regel aus der untern linken Ecke nach der obern rechtenEcke des Feldes zu springend dargestellt.
In dem von Sr. Majestät König Friedrich Wilhem IV. von Preus-sen, dem Königlich Hannoverschen Oberhofmarschall a. D. und Geheime-Rath Georg Christian Ernst Ludwig August von Wangenheimunterm 15. October 1840 ertheilten Grafen-Diplom heisst es:
„Zu desto mehrerem Zeugniss haben Wir nur gedachtem WirklichemGeheimen-Rath Grafen Georg Christian Ernst Ludwig Augustv. Wangenheim das hiernach beschriebene Wappen zu einem im-merwährenden Andenken dieser Verleihung der Grafen-Würde ertheilt,bestätigt und vermehret, dergestallt, dass das nunmehrige gräflicheWappen in Folgendem bestehen soll.
Nämlich in einem viereckigen, unten an beiden Ecken abgerundeten,in der Mitte zu einer Spitze ausgebogenen der Länge nach getheiltemWappenschilde in dessen vorderer oder rechten silbernen Theilung sichein an dem rechten Schildes-Rande hinauf laufendes rothes Windspielbefindet mit einem schwarzen Halsbande und daran befestigten Ringgeziert; das zweite Feld enthält auf goldenem Grunde drei schwarzeZwillingsstreifen oder sechs schmale Querbalken, von denen je zweinahe an einander gereihet sind. Auf der den Schild bedeckenden gol-denen Grafen-Krone ruht ein rechts gewendeter, blau angelaufener,roth gefutterter, auch mit goldenen Bügeln und dergleichen Kleinodgezierter Helm, bedeckt mit einem rothen Hute, dessen Aufschlag oderVerbrämung von weissem Pelzwerk ist, welches an der Stirnseite hö-her erscheint, nach hinten aber schmal endet. Hinter diesem Huteerhebt sich ein mit den Sachsen nach innen gekehrter ausgebreiteterAdlersflug, dessen Farben zur rechten roth, links jedoch silbern sind.Die Farben der Helmdecken erscheinen rechts roth und golden, linksschwarz und golden.Wie solches gräfl. Wap. mit sein, natürl. Metall, u. Färb, hier abgeb. word.
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