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I. Buch. Erstes Capitel.
und damit die letzte Spur der alten Dynasten Qualität verschwand. Nähe-res wird bei Darstellung der Lehns- und Besitz-Verhältnisse vorkommen.
Schon vorher hatten sich zwei Verschiedene Linien des Geschlechtsgebildet, ohne jedoch ihr Gesammtgut zu theilen; dieselben blühen beidenoch heute. Der Stamm Wangenheim von Ludwig von Wangen-heim und dessen Gemahlin Jutta aus dem Geschlechte der Schenkenvon Varila stammend, zweigte sich 1278 ab, und war zu Ende des15. Jahrhunderts auf Bernhard (gestorben 1519) als einzigen Stamm-halter reducirt, von dessen Söhnen wurden zwei Hans und Georg dieStammväter der noch heute blühenden beiden Branchen dieses Stammes.Der Stamm Winterstein wurde durch Ludwigs Bruder, den vor 1296verstorbenen Ritter Friedrich, welcher Luccardis von Herbslebenzur Gemahlin hatte, begründet, und 1359 fand zwischen den Enkeln derStammväter beider Stämme eine Theilung der Stammgüter statt, worauseine Tottheilung wurde, und die Mitbelehnschaft wie die gesammte Handbeider Stämme an den beiderseitigen Gütern verloren ging. Als der StammWinterstein schon in der Mitte des 15. Jahrhunderts gleichfalls aufeinen einzigen Stammhalter zurückgeführt war, in der Person von Hanssenior (welcher von 1417 bis 1469 handelnd auftritt), traf dieser durchseine Satzung von 1469 zwischen seinen Söhnen und seines verstorbenenSohns Lutzens Kindern Fürsorge dass seine hinterlassenen Güter als Ge-sammtgut der Familie seiner Nachkommenschaft erhalten blieben; und da-durch ist die gesammte Hand und die Fideicommiss-Qualität der Familien-Stamm-Güter im Stamme Winterstein der Hauptsache nach bis auf denheutigen Tag gewahrt geblieben. Hans des altern zahlreiche Söhne star-ben meist kinderlos und nur Hans, seines vor ihm vorstorbenen SohnesLutzens Sohn, und seines bald nach ihm gestorbenen Sohnes FriedrichsSöhne Friedrich und Apel setzen den Stamm fort. Nach dem Anfalleder Erbtheile ihrer ohne männliche Descendenz verstorbenen Oheime,theilten diese drei Enkel des alten Hans zu Anfang des 16. Jahrhundertsdergestalt die grossväterlichen Güter nach Stämmen unter sich, dass Hansdie eine Hälfte und die beiden Brüder Friedrich und Apel die andereHälfte empfingen.
Von des Hans des Jüngern Söhnen starb Erasmus mit Hinterlas-sung eines jungen Sohnes Hans welcher minderjährig starb, und vonseinen beiden Oheimen, Hans des Jüngern andern Söhnen, Lutz demAeltem und Friedrich beerbt wurde. Dieser beiden Brüder Nachkom-menschaft blüht nun noch gegenwärtig: diejenige Friedrichs als dassogenannte I. oder blaue Viertel, diejenige Lutzens als das IL odergelbe Viertel des Stammes Winter stein, während die obengenanntenBrüder Friedrich und Apel, ersterer das III. oder rothe Viertelund Letzterer das IV. oder grüne Viertel des Stammes Winterstein
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