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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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433
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81. Eoce prandium meum paravi et c. 433

verderbet und vernut, rehte also der alzü edele gute spise dete in eine unreinenschussele oder guten win in ein unreine vas. Dis bekent der getruwe minnenk-liclie Got und lat den menschen daz über Valien daz er noch in meint nochinwil, [49 r J umbe daz er sich lere lassen und den bösen unart also überwinde,und ist ime die entkleidunge dicke ungeliches besser dan daz er mit vil grossen 5dingen gekleit würde. Och kindere, der sins grundes war neme, waz in imewere, und sins unartes, und Hesse sich und volgete Gotte wie und in welicherwisen und durch weliche wege er in ziehen wolte, der kerne balde der durchund neme von Gotte alles das uf in viele indewendig und ussewendig, undneme die verborgene urteil und verhengnisse Götz mit dancnemikeit. Och 10schint daz so frömede etwenne und ungelich, und in deme'stu bas gekleitdan mit den aller höhesten wisen do du zu male mitte wenest gros dingschaffen. So sprechent si: 'och herre, ich wer gerne mins selbes gewaltig undhette gerne daz ich indewendig zu friden were und das mir were also demeund dem ist.' Nein, kint, es sol ein anders sin. Du müst entkleit werden, du 15müst uf din niht gewiset werden [49 v ] und sehen waz in dir verborgen undbedecket lit. Blib bi dir selber! Ich fragete einen hohen edelen menschen,einen also heiligen menschen, waz sin höheste fürwurf were. Do sprach er'sünde, und also kum ich in minen Got', und ime waz vil rehte. Also la dichGot und alle creature dich wisen uf dine sünde und urteil dicli selber: so en- 20wirstu von Gotte nüt verurteilet nach sancte Paulus worte. Dis sol sin in derworheit in dir an alle gelose, es ensol niht sin ein gemähte demütikeit, wan \ ldie ist ein swester der hochfart. Es sol sin in deme gründe und daz nüt miteime gestürme, also man die köppfe zerbrechen wellen, sunder mit einre stilregesaster gelassenre under worfenheit in demütiger vorhten Götz leg ime dinen 25bösen besessenen grünt für und in herzelicheme gebette und daz in demegeiste: so suche an ime; war du anders löffest, es enhilfet dich nüt. Nihtenrihte dich nach diseme noch nach deme: daz ist ze male ein blintheit. Alsungelich die lüte sint, also sint öch ir wege zu Gotte [50 r ]:ä&s eins menschenleben were, daz were des anderen dot, und also als der lüte conpleccien sint 30und naturen, dar nach rilltet sich dicke ir genade, und dar umbe en sich nüt ufdie wisen der lüte, dan uf ir tilgende mahtu wol sehen die habent: es sidemütikeit, senftmütikeit und der gelich, an die wise der haltungen, die nimalso als din ruf ist, des nim für allen dingen war weliches din ruf si in demedaz dir Got gerüffet hat, in deme volge. Nemestu es alleine mit flisse war, du 35solt es also blos vinden und bekennen als din hant. Aber nu in blibent ir biüch selber niht und in süchent es oucli niht getruwelichen von in binnen anOotte, dan sehent alles uswert, und dar umbe blibet üch Got in der worheitund ir üch selber unbekant, und louffent also in eime löffele über xx oder über

22. glose Dr. 24. wöll Dr. 27. so nachtr. übergeschr. F. 30. cöpleccie F.39. in einem lauften Dr.

Deutsche Texte dos Mittelalters XI. 28