78. Domus mea domus oracionis vocabitur. 419
und horte ein kint wol daz dem nit relite werfe; eins si ie bas zu überwindendedenne zeliene und usszütribende; sunder ein ding süllent ir wissen daz zeliengebresten die der mensch für gebresten hat und wol bekennet, ensint nüt alseeinen den der mensche nüt bekennen enwil noch für gebresten han und miteime frevel allewegent do inne bliben. Der mensche sol han allewegent ein 5demütige vorht von unbekanten gebresten; wenne sich der mensche mitdemütekeit leit für die barmhertzikeit und sich do für gebrestenlich het, sowurt sin gut rot; aber do der mensche also in eime frevel stot und eime ent-schuldigen, des enwurt niemer rat. Wan do vor hütent üch als von demewigen tode; und den sin ding also rehte duncket, der den heiigesten menschen 10der in ertlich ist, frogete ob er also vil geweinet hette also er solte, er sprechenein, er hette den tusendesten trahen nüt geweinet, er solte es alrerst be-ginnen: die wile daz heiiger lüte ding ist, so hütent üch. Nu möhte manfrogen, die wile der gute mensche also ist also er weinen sülle beginnen: solman danne alle zit weinen? jo und nein, nieman ensol duncken das er iergent 15überkummen si, wie kleine es si. — Alsus so denne der tempel gereiniget istund die kouflüte usgetriben sint: wanne sint dise kouflüte ussgetriben? so duussgetriben liest alle die dinge der creaturen und alle ir genügede, also das dumit dime willen noch mit dime gantzen gehengnisse sü wider in nüt ennimmestnoch behaltest. Wanne du also stest, koment denne dise bösen kouflüte herin 20aber mit irme bösen krome, sü müssent zu hant uss, sü müssent do rumen;und wer es ouch wol daz sü ein wile do blibent one minen willen und sundermin gehengnisse, so enschat es mir nüt; wie lange es si, sü müssent zu der-selben türen us do sü sint in komen; und darzu me, vindent sü üt böses, ütmistes do inne, si ouch daz es zwentzig jor do gehuset habe, daz müssent sü 25mit in dannan tragen und reinigen disen tempel: so es sunder min gehengnissesi, was es danne si, es si hochfart oder gritekeit oder unkuschikeit, was widerminen willen ist, das enbeflecket mich nüt, es reiniget mich, wan dem gutenmenschen sint alle ding beholffen. — Nu dan: min hus das sol sin ein hus desgebettes. Zu dem gebette hört andaht. Andaht, was ist daz? daz ist devocio, 30das ist also vil gesprochen also 'quasi se vovere deo', ein innewendig verbindenmit Gotte mit einer bewegunge der ewikeit. Wenne du dich Gotte also ver-bindest, alsus gelobest, so liest du andaht, du sist wo du sist oder waz guterwercke du tust, welicher kunne die sint. Daz ist kein not daz man allewegentjubiliere oder grosse süssekeit habe, das ist wol ein zuval; mer daz wesen der 35andaht lit an diseme innewendigen ergebende oder vereinigen oder verbindenmit Gotte; dis werg triff et sere nohe, hie wurt rehte die katze an die muregetrungen; schiere so der mensche in kummet in daz riche daz in uns ist, diemuren süllent schiere gevellet werden. — Nu schribet Hilarius drü stücke mit
1. si] ist Dr. 4. einen S, ein einiger Dr. 8 f. st. in einem vnsclmldigen seinselbs Dr. 22. und wer es Jcorr. statt si S. 23. gehengnisse: über en ein u(?) geschr. S (alsKonjektur?). 25. es] er &
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