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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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330
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330 61. Hie venit ut testimonium perhiberet de lumine.

sich ab scheide von allem dem das zitlich und zergengklich ist; wan disgezügnisse wirt geben in die nidersten und obersten krefte. Die niderste dasist die begirliche kraft und die zürnende kraft: das ist die lustheit die do dasgezügnisse nemen sol; die sol sich zem ersten abscheiden von lustlicheit der5 naturen und der sinne, wo er vindet genügde: es si an menschen oder ankleidern oder kürtzlichen wo er siner sinne lust vindet; der notdurft der ganGot den menschen wol. Dis ist wol ein wüstunge do die stimme Götz in ruhet,und dis heisset ein abgescheiden leben, dise abgescheidenheit von aller lustgeistes und naturen inwendig und uswendig.

10 Zu [146 r J dem andern mole so wirt dis gezügnisse gegeben in die

zürnende kraft: do wirt der mensche geleret stetekeit und starkheit, das dermensche als unbeweglich wirt recht als ein stehelin berg, ob er dis gezügenphangen hat; mit das der mensche sich her nider losse werfen als ein ror.Das unser herre von im sprach, er wer nüt der mit weichen kleidern gekleidet

15 were, bi dem verstot man lüte di irs libes gemach minnent und süchent. Nuvindet man die lüte die das wol versmohent; aber das ror sint si al ze sere,das si umb ein affechtig torecht spottende oder hert wort al zehant werdentbeweget und entsetzet als das ror. Ina, selig mensche, was schadet dir einwort? Aber im kumet der vigent und bringet dir in nu dis, nu das; so

20 wirst du imordenlich trurig: nu fro, nu unfro, im alsus, nu also: ir sintrecht rorecht volk.

Nu wirt dis gezüg och gegeben in die obersten krefte: in die Vernunft,in den willen, in die minne. In der Vernunft do ist es ein prophete. Prophetaspricht als vil als der verre sieht: videns. Die Vernunft die sieht verre, so

25 verre das es ein wunder ist wie verre si sieht; do ein erlüchtet mensche wereder noch denne nüt in clisem enwere, als er horte verborgene ding, so git imsin grünt des ein gezüg und sprichet: es ist recht also. Nu sprach er: 'er istnie denne ein prophete', das ist: in disem gründe do die Vernunft nüt gelangenenkan, do sieht man das liecht in dem liechte, das ist: in dem inwendigen

30 liechte do [MG"] sieht man, in dem creaturlichen liechte do sieht man, do ver-stet man das göttelich, das ist in dem liechte der gnaden.

3. lustlicheit 8. 4. gezüg"is>>° E, s. o. 328, IG; 330,10; gezüg unverändert 330,22.27;333,7; 335,19.21; dagegen 329,32.34; 330,2 die längere Form. scheiden«. 5. gen. zu

allen dingen, es S. G. v.; aber der S. 7. dem m. 8. 8. d. abg. fehlt S. d. abg. ist v. Druck.10. gezügiii«^ (e loolü irriüml.) E. 11. z. k. in der wurt gelert st. S. 12. gezügnisse S.

14. n. der der m. weichem gekl. S. 15. verst. man] sol man merken S. gem. nflegent,

m. S. IG. die {vor lüte) /'. S. IG /f. v., sü sint aber daz ror, wan umb ein klein ding, wergoder spotlig wort werdent sü züliant b. also S. 17. si auf Bas. E. 18. entsetzte auf Bas. E.Ina auch S. schat in schadet v. j. II. leorr. E. 18 f. e. solich w. S. 19. bringet] treit S.

20. u. betrübet und tr. S. nu unfro 8, f. E. denne a. denne a. S. 21. dorehte lüte S.24f. so —sieht] wunderlich verre, also verre S. 2G. in disem grundt hie nit stund, wer das

er höret Druck h. sagen v. S. 27. gez. das es ist r. a. S. er] Jesus Christus Druck.