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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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329
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61. Hie venit ut testimonium perhiberet de lumine. 329

burnende. Und S. Johans ewangelist schribet dis wort von im das er were eingezügnisse von dem Hechte. Dis ist das wort do unser rede uf sol gon.

Nu wie möchten wir im disen heiligen her über geloben? Nu ist diswort: er ist ein gezüg von dem liechte. Das liecht das ist ein weselich, einüber bekentlich übertreilich liecht, des er ein gezüg was. Dis liecht [145 r ] das 5lüchtet in das aller inwendigoste, in das aller tiefste des menschen grünt. Undwenne dis liecht und dis gezügnisse den menschen an kumet und beginnetrüren, so des der mensche warten solle do es ist, so leert sich der mensche vondem gründe und kert den orden umbe und Avil us löffen gegen Triele undneiswo hin und enphahet des gezüges nüt, umbe ir sinnelich uswürklicheit, 10Also shit och ander lüte die dis gezüg mit enphiengent. Er kam in sin eigen,und die sine die enphiengent sin nüt, Dise die sint widerwertig wider dasliecht. Si sint von weltlichen herzen und sint als S. Johannes sprach zu denpharisen: natren gesiechte, und si sprachen si weren Abrahams gesiechte. Sisind widerwertig allen den die das liecht minnent. Das ist ein sörgklich engst- 15lieh ding. Dise hangen! kume als an eime vademe an dem liechte und andem glöben.

Nu süllen wir hie prüfen: die nature die ist krank und envermagzemole nüt; des hat ir der barmherzig Got gegeben ze helfe ein übernatürlichhelfe und ein übernatürlich kraft: das ist das liecht der gnaden. Das ist ein 20geschaffen liecht; das über hebet die nature verre über sich, und das bringetalle die kost mit im der die nature bedarf in der wise. Dar über ist denneein ungeschaffen liecht: das heisset man das liecht der glorien. Das ist eingütlich liecht und das ist Got selber. [145'j Wan süllen wir Got bekennen,das müs sin durch Got, mit Gotte, in Got, Got durch Got, als der prophete 25sprach: 'herre, in dime liechte so sehen wir das liecht'. Dis ist ein überswenklich liecht; das liecht erlüchtet einen ieklichen menschen die do komentin dise weit. Das liecht Übersicht alle menschen bös und gut, also als diesunue schinet über alle creaturen: sint si blint, der schade si ir. Wer das dermensche were in einem vinstern huse, könde er denne als vil lichtes gehaben 30das er ein venster oder ein loch könde vindew uf geton, das er sin höbt köndeus gestossen: so were er in dem liechte. Diser git gezügnisse von dem liechte.

Nu süllen wir war nemen wie der mensche sich zem ersten zu demgezügnisse halten sülle, das er es enphahen müge. Das ist das der mensche

1. J. ewangelium von im seit das S. 3. das erste Nu f. S. 3 f. disem h. harüber ge-sagen lop und ere? Er S. 4. Das liecht f. S. 5. übertreflich] überwesenlich S. was f. S,si 88. 8. k. er sich v. S. 9 f. gegen — hin] hin und har S. 10. 11. geztignisses S.

10. ir] sein Bruch. 12. wid'w'tig auf Bas. E. widern, dem lichte 8. 14. phariseen S.nach phar. gestr. (vom Sehr.?): das si were E. lof. engstlich f. S. 1(1. als f. S. 18 f. u.vermag sich 11. S. 19 f. z. h. e. ü. krat't und Sterke, das 1. S. 21. das erste über /. S.

23. man f. S. 21. und /. 8. 27. der do klimmet S. 28. übersiht korr. in über-

schiuet 8. 31. vinde E, vinden S. 32. Diser — liechte f. S.