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00h. Karissimi, humiliamini sub potenti manu Dei.
Hie süllent ir drü stük merken die der mensche von not müs lian, unduf die gat alle unser übunge, wesen und leben, und ob uns diser eins gebristet,weles es ist, so ensol alles unser wesen, leben und alle unser übunge dieenliilfet al ze mole mit, und ist alle unser arbeit nütznüt wert.5 Die eine von disen das ist das uns S. Peter hie beisset das wir uns
süllen demütigen. Das ist der grünt do alles das gezimmer des menschen lebenund alle sine werk uf gebuwen müssent werden, oder es velt alles do nider.
Das ander das ist wore götliche minne.
Das dritte das ist bescheidenheit.10 In disen drin ervolget der mensche alle vol-
— komenheit. Nu het der minnencliche erbarmherzige Got die tugentalzümole gesenket in unser nature, wie er das bekante das uns diser dingealso notdurftig ist, und so hat er uns dis also heimlichen und in diseme dingeein grosse sipschaft geben und das edele gotvar fünckelin, das uns vil inne-
15 wendiger und noher ist denne wir uns selber, und uns gar frömde und un-bekant ist umb unsere hochfart. Obe die nature nu in einer ordenunge stunde,so fundent wir die materie diser fügende in uns one underlos, und möhtent unsdarmitte entsagen wol, obe uns reht were, und blibent wir bi uns selber. —Die materie und sache der demütekeit finden wir in unserme indewendigen und
20 ussewendigen menschen an zwein Sachen, daz ist natürliche gebreste, süntlichgebreste. AVeles der natürliche gebreste si, das sehe an ein ieglich menschewie sin nature bedarf und verzert der dinge und wie die alle in ime ver-werdent; das ist uns allen wol bekant, der gebreste der naturen, und dis endetalles in einem nihte: also wir sint kummen von nichte, also werden wir wider
25 zu nihte. Die ander sache ist süntlich gebreste. 0, der wol bi ime selberblibe und ime selber heimelich were, wie grundelosecliche fünde er sich in demsüntlichen gebresten, und vindet wol wie one mosse sine nature in disemgebresten stot; und behüte sü Got mit, wie kräng, wie vellig, wie geneiglichdis ist one alles ende, unbegrifl'enlich, und wol endet diser gebreste in dem
30 ewigen tode und in der helle zu wonende mit den tüfeln. Nu mercke, istdis nüt grosse materie zu demütekeit? Uf dise tugent wiset uns unser nature,wo wir uns anesehent indewendig oder ussewendig, das wir bevindent daz wirnüt gutes hant noch vermügent. — Die ander tugent ist wore götteliche minne;
2. gont S. 3. ist] si 8. ensol] hilffet S. 3 f. die—mole f. S. L nützn. wert]nüt 8. G. gezimmet E. 7. do E, dar 89, durch S. 10. disen drin] diseme 8. Diein E folgende Lücke von 2 Bll. ist gefüllt aus S. 11 f. t in uns alle gesenket w. 88, tugendoalle in uns gesenket w. 91. 12. das (vor bek.) f. 88. dinge f. 88. 13. notdurft 88. und(vor so) f. 88. also f. 88. heimlichen] himmelrich 88. dinge f. 88. 13 f. ist, vnd
in disem hatt vns gott heimlich grosse frttntschafft than, das ist das edel Bruch. 15. denne —selber f. 88.91. 18. darmitte] denne der nüt 88. 20. Sachen] schaden 88. g. und s. 88.27. v. ouch w. 88. 28. sü] in 88. 29. wo lendet 88.