Druckschrift 
Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
Seite
298
Einzelbild herunterladen
 

298 60 c. Qui manducat meam carnem et bibit meum sanguinem, in me manet et ego in eo.

sinde; aber des si so man aller minste mag. Sicher, hieltent ir ücli flisklichbi ücb selber, so solte das heilig sacrament in üch würken und durch iich,und ir würdent adellich verwandelt in in und es wurde üch durch alle priesterenent mers und disent mers. Es möchte geschehen vil fruchtberlicher [133"]5 wan dem priester selber. Und des sol der mensche och alle tage begerendurch alle priesterliche übunge. Das bringet grosse frucht an der wurklicherzu kerunge mit meinunge.

Das wir nu dis überwirdige sacrament also enphahen müssent das wirin in mügent gewandelt werden, des helf uns Got. Amen.

60d (—1, Nr. 29).10 Quod scimus, loquimur, et quod vidimus, hoc testamur, et

testimonium nostrum non accipitis et c.

Sprach unser lieber herre: 'das wir wissen, das sprechen wir, und daswir sehen, das zügen wir, und unser gezügnisse hant ir nüt genomen. Und soich üch sage von irdenschen dingen, so gelobent ir es nüt, und ob ich üch

15 denne von himelschen dingen seite, wie möchtent ir das geloben?'

Dise wort liset man hütte in dem ewangelio von disem hochwirdigenhochgezit der hohen übertreffender wirdigen drivaltikeit. Und alle die hoch-gezit die durch dis jar sint gewesen, weler künne die woren, die hant alle irzil und ir ende genomen, und alle sint si her uf gerichtet; und aller creaturen

20 löf und sunderlichen vernünftigen creaturen, der zil und ende ist die heiligedrivaltikeit, wan si ist recht begin und ende. Von diser hochgelobter drivalti-keit so enkünnen wir enkein eigenlich wort vinden die wir hinnan ab mügengesprochen, und müssent doch wort sin von diser über weselicher unbekentlicherdrivaltikeit; do wir nu ab solten sprechen, do [134 r ] ist als unmügelich ze

25 körnende als mit dem kophe an den himel ze reichende. Wan alles das manhinnan ab sprichet oder gedenken mag, das ist hundert werbe tusent werbe

1. des] daz S. 4. enent m. u. d. mers f. S. 7. m. der m. S. 8. würdige S.

10. in S (St. 29) zu der Überschr.: 'Joh. 3,11'; dann: Die andere uzlegunge von der heiligendrivaltikeit seit wie sü das bilde in uns ist unbiltliehe, in dem selben gründe der menschevindet alles das von gnoden das got von naturen het, also verre er sich darin Hesse und kereteone alle bilde und manigvaltikeit. 12. zum Anfang (mit Veno.) am untern Hand die Bemerkg.einer spätem unordentl. Hand: disi bredgi lis an der helge drifalltikeit dag; am äußern Seiten-rand, bei ZI. 19, von nicht so später Hand: vö d' hohe dri/veltikeit & 17. wirdigen: enunterpunlctiert (v. j. IL ?) JE. 18. woren] sint S. 19. e. dar von gen. Druck. 20. ver-nünftigen : en unterpunlctiert (v. j. H ?) E, vernünfftiger Druck. 24. ab] von S. ist an also S.unmugenlich S, ^"mügelich: vn vom Schreiber nachgctr. E, ungonugliche 88. 26. hinnan: nanV. j. H. mit Veno. a. B. E (urspr. wohl hin; doch vgl. 299,15.18). tusent werbe f. S.