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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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296
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296 60 c. Qui manducat meam carnem et bibit meum sanguinem, in nie manet et ego in eo.

gan zu dem hohen wirdigen sacrament; wan das zühet dich gentzlich ab, dasder alte mensche gentzlich verwirt inwendig und uswendig. Als alle dienature gentzlich würket und verdöwet und zühet durch die ädern die kraftder spise, und wird ein leben und ein wesen mit dem menschen, also zühet5 dise gütliche spise dich gentzlich ab; da an solt du bekennen an dir selbenwie du dise spise gessen habest, ob din herze üt nie ab gezogen werde vonallem dem das er nüt enist, und ob das leben das er in dir geworcht hat, durdie ädern üt Avürket an dime usseren menschen, an dinen sinnen, an dinenSitten, an diner wandelunge, an Worten, an werken. Dis heilige sacrament das

10 töwet und vertöwet alles das bös ist, das unnütze und des ze vil ist, undwirffet es us und ab gnote, und Got gat in, und denne so er gezogen ist mitdisem essen, das würket sich us an allem lebende: an der minne, an dermeinunge, an den gedenken, das alles nüwer und luter und götlicher wirt. Unddis sacrament wirffet blintheit ab und git dem menschen sich selber ze

15 erkennende, und leret in abkeren von im selber und von allen creaturen.Wan [132'] also ist geschriben: 'er hat uns gespisei mit dem brote des lebensund des verstentnisses'. Dise spise die wandelt den menschen also in sich dasalles des menschen leben wirt geregelieret und gefornüert von Gotte, unddenne das er mit diser spise gezogen und verwandelt ist; wo der mensche

20 dis nüt in ime envindet, denne daz sin herze blibet ital und sin uswendigleben rücblos, lachen und klaffen, und man wirt an im gewar an allem sinemlebende, an kleidern, an affenheit, an kurtzwilen, an herzen ze verlierende,und do bi mit wissende und mit willen bliben und hie mit zu dem heiligensacrament gan, das ist ein sörgklich ding. Unser herre wirffet si usser sinem

25 magen als der eine spise wider git. Und wer disen menschen tusent werbeweger das si es nüt ennement. Si bichtent und wellent der Ursachen dersünden nüt lossen. Der babst enmag mit sünde vergeben sunder rüwe, manenwelle ir denne me hüten, und alsus gant si vaste zu mit den anderen. Eswere gut das man bichter hette, die seitent eime ieklichen wenne er zfl

30 solte gan. Es sint etliche die wol dicke dar mügen gon, und etliche zuachtagen, und etliche zu vier wuchen. Und die das tünt, die soltent vorund nach ein wuchen sin, das si kume nein und ja soltent sprechen, undsolten des morgens ir notdurft essen und des abendes kume enbissen, und

5. an dir selben f. S. 7. ob dz (vor dur) gestr. E. 11. vnd (nach ab) gestr. E.gnote f. S. gat v. j. H. mit Venu. a. 11. nachgelr. E. u. get got in S. so v. j. IL aus daskor f. E. 12. das v.j. 11. aus der Jcorr. E. 13. nach das (v.J. IL?) übergeschr.: es E. vn (nachluter) übergeschr. (v. Sehr.?) E. wirt v.j. H. Jcorr. und rad. aus werdent? E. 16. Eccli. 15, 3.17. vn auf Bas. ? E. verstentnisses: das Schlufs - s v. j. IL nachgelr. E. 20. nach denne(v. Sehr.?) übergeschr.: daz E. 21 f. und man —lebende f. S. 23. und blibet dobi m. w. u. w. S.26 f. wellent Ursache der s. S. 28. denne nüt me tun S. me v. j. IL in dene leorr. und

dafür me an den Band gesetzt E. 29. gut] notdurftig S. 30. 31. etliche: et beidemal

auf Bas. (urspr. suliche = sumeliche ?); dagegen 31. 297,1.2. etliche ursprünglich E. 33. kumeenbissen] also ein lützel S.