130 33. Caro mea vere est cibus.
mit flisse hant gelöffen und das wort Gottes gehört liant, und e man es wenet,so enwisset ir nüt me darumbe und louffent denne eime andern noch undwissent weder Jens noch dis und kerent uz, und ist des leiden gerummeis alsovil. Wir sint rechte wispelechter naturen, ich mit üch und ir mit mir, unstete,5 wanckelsam. Ich hin in solichen landen gewesen do die lüte also menlich sintund tünt also wore starke kere und blibent dobi, und bringet das Gottes wortdo merer wiirklicher frühte in eime jore denne hie in zehen joren, und sachman wunder an disem wunnenclichen volke und grosse genode. Sunder ette-liche laut do geberent sü alles wipliche, wie manr/es an sü kummet, so
10 enwurt doch niemer mit derus. Diz enhörent ir nüt gerne daz man üch hie-mitte meine. Kinder, wir müssent man werden und tun einen kreftigen ker,oder do enwurt nüt usser uns. Wie jemerlichen ist das daz die grosse genadeGottes von uns verwarloset wart! Des möhte eime mensche sin hertze dovondorren und sin lip. Und ist nu leider in maniger samenunge das men also
15 gerne nuwe mere seit, was die und die und der und der seit und tut, so sintes alles affechtige bilde. Und die gerne von Gotte hörent und sagent, dieenmügent disen niergent wol getun, und das urteilent sü. Kinder, dise stetteund diser lüte heimelicheit die fliehen t ufte mich, und fliehent für uwer bettesitzen und enslielTent uwer hertzen und wartent was Gottes und sines willens
20 si, dem volgent! Und obe ir des willen Gottes nüt enwissent, so nement einenguten rat von mir, wie ir tun süllent: wanne ir zwei werg oder zwo wisenvor hant, das ist tun und lossen, und nüt enwissent in den daz beste, sonement alle wege aller erste uwer selbes war, und das ist das sicherste dasder naturen aller widerst ist, und do sü aller meist zu geneiget ist, in demme
25 sint ir aller unsicherst; wanne ie me ir der naturen lebent und irme luste, ieme ir Gotte minre lebent und sinem willen; wie ir der naturen minre lebentund iren lusten, ie me ir Gotte lebent und sine»* willen; ie me ir dem geistewellent leben, ie me ir der naturen müssent leren sterben. — Nu dis ist dennedie rede von disem übereigenlichem sacramente. Es ist demme also ungelich
30 welich man davon sagen wolte, welichen nutz, welichen frummen und Gottesere und aller seligen fröide und aller menschen besserunge und grossebekerunge der tütlichen sündern und erlösunge der seien in dem iegefure.Man vindet das ein geist eime Gottes frün de erschein in einre liebten flammenunmenschlichen allezümole vackelnde, und sprach daz were darumbe alleine
35 das er fürsümig were gewesen an dem enpfengnisse des heiligen lichamenunsers herren Jhesu Cristi und litte darumbe unsprechenliche pine der niemangelouben möhte. Aber sprach er zu dem guten menschen: 'wiltu einest mit
7. hie zu Cöllli Dr. 8. u. gar g. 88. 9. wipl. gemüte 8, dazu 'Cod. 88, durch-gestrichen'. 10. manges B., man es 8. 11. man] zu mannen 88. 15. seit und f. 88.19. uwer hertzen] ueh selber 88. 24. widerzemcst SS. 27. sinen aus sime S. 29. denne 88.30. solte 88. 35. der enpfenglicheit 88; 91 wie 89. 37. Aber bis leben S. 180 Z. 5 f. 88. 91.