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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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116
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116 28. In illo tempore erat homo ex phariseis.

bekorunge und anevechtunge indewendig und ussewendig und getrenge ingeiste und in natural, von den lüten und von dem fleische, von dem vigende.Und werent die bekorunge enweg und alle überwunden, man solte herwiderladen und bitten das wider kement und das abeschürtent den rust5 den hie vormoles do gemäht hattent in den bösen tagen, unde dannantragen den dargetragen hattent. Das ist wol mügelieh daz ein edel luter_verklert mensche, daz in die sünden me ansehent und bas bekennet undsich in ime erbihlent in gevöllicher und bewegenlicher Avisen, in fleische undin blute, wanne ein grop gros sünder der e nmitten in der sünden ist; und

10 diser mensche stat hie mitte in grosser bitterkeit und ist ein vollekomenmensche, und diser gat hiemitte in daz ewige leben, und der ander get in denewigen tot und ist ein böse ungereht mensche und enweis von der bekorungenüt. Weles ist die Sache daz also gros underscheit enzwüschent disen zweinmenschen ist, die beide mit der sünde verbildet sint, allein doch gar die wise

15 ungelich si? Der gute lidet sich darinne durcli Got, und der ist luterlichen singrünt, sine meinunge, und nimm et von deme gelich und ungelich und lot sichdo inne Grotte; aber der böse enmeinet Got nüt und vellet in die sünde sunderbekorungen; und wie Got mit ime tut, so solte ie ein anders sin; möhte ergrosse ding haben sunder kost und arbeit und ime nüt sur enwurde, daz neme

20 er wol. 0 kinder, waz möhte üch gewerden obe ir Got luterlichen minnetentund meindent! Dis möhte üch nüt geschaden, obe joch alle die tüfele die inder hellen sint, mit aller irre bosheit fliessent durch uwern lip und durch uwersele, durch uwer blüt und durch uwer marg, die weit mit aller ire unflat, unddaz wider uwern willen, es enschat üch ein bar nüt, es bereitet üch zu

25 grossem gute, so ir luterlichen und blöslichen Got meindent und anders nütdes uwern in keinre wisen, und sinen willen nementf in gelich und ungelich.Danvon sprach ouch Oristus in disem ewangelio: 'es si denne daz ir ander-werbe geboren werdent in dem geiste und in dem wasser, so enmügent ir nütgan in daz riebe der himmele'. By dem geiste ninimet man dis geliche und

30 bi dem wasser das ungeliche. Noch diseme ussewendigen groben ungelicheuso ist ein indewendiger edelre luter ungelich, und daz ungeliche wurt geborenus dem ersten unglichen. Der sich in diseme gewerlich hielte, in dem wurdeendecket und geoifenbaret eine erkentnisse des unsprechenlichen ungelichen,

2. und (vor von) f. 88. f. und v. 88. 3. alle f. 88. 4. herwider 88. dasf. 88. rost 88. 5. hie f. 88. do f. 88. 7. sünde 88. bekennent S. 8. ime 88,in me S. gev&lleclicher 88. und (vor bew.) f. 88. 9. grosser 88. 10. enmitten 88.11. d. der g. 88. 12. ungerehter 88. 13. undersobeide zwischen 88. 14. s. wie a. 91.

15. g. der 1. '88. do ine 88. su Got] 'und der ist luterlichen fehlt; statt dessen: das ist

von naturen'. IG. g. und alle s. 88. 17. inne] mitte in 88. h. der e. 88. 21. die

(vor tüf.) f. 88. 23. alle 91. 26. nemen S 91, neme 88. gelicheit und ungelicheit 88.

27. daüanvon 88. 29. die gelicheit 88. 30. ussewendigen f. 88. 31. e und 1. 88.