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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
Seite
98
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98 24. Saute Peter sprach: sint.

sol man alles abehöwen und zümole uzjetten. Aber noch ist es dürre undherte. Die sunne die nohet, ist noch nüt klerlichen drin geschinen, aberkumniet vaste her naher, der summer der nohet hie sere. Die götteliche sunnebeginnet schire in den wol bereiten acker zu schinende. Also der usser5 mensche und die nidersten und obersten krefte wol behöwen und bereit sintund der mensche indewendig und ussewendig, so kummet denne die süssegötteliche sunne, und beginnet die klerlich in den grünt, in den edeln ackerlühten klerlichen, und wurt ein wunnenklich summer do, rechte wore meigen-blüte, also es ietzent ist ussewendig. Also tut der minnenkliche ewige Got den

10 geist do grünen und blügen und die allerwunnenklicheste frucht bringen, vonder enkein zunge kan gesprechen noch kein hertze gedenken, also grossewunne wurt in dem geiste. Also der heilige geist gegenwerteklichen sinenwunneclichen glantz und sinen göttelichen schin mag unmittellichen in dengrünt giessen, und der geist der do heisset und ist der wäre troster, also sine

15 süssen infhisse do stat haben mögent, o wie ein süsses niessen wurt do: do isthochgezit, do nicliet die kuchin so wol der edelen guten spise die do wurtangerichtet, die ist so ungewonliche süsse und so wunderlich begirlich, do statder meige in siner rechten blute; o wie smackent die leckermursel so wolheruz in die arme nature, und der wurt dannan uzgeschencket ouch gros

20 bevinden. Der wunnen die der heilige geist do anrichtet riliche und rüwe-lichen und dem wol bereiten geiste do schencket und zu bruchende git, desbevindens ein einigew troppfe« gewar werden und smecken, der einig troppfeübertrifft und verlöschet allen den gesmag und süssikeit den alle creaturengeleisten mügent in aller der wise daz man gedenken oder gegeben mag.

25 Also nu etteliche lüte diser grossen ungewonlichen tröste unde diser wunnen inin bevindent und gewar werdent, so woltent sich gern zümole darin ver-sencken und woltent do inne gerne entslaffen und inne rasten, und blibentgerne in der begnügede. Also sant Peter wolte drü tabemackel von eimetroppfen machen und wolte do bliben gerne, also wolte, entruwen, unser herre

30 nüt, es waz noch do harte verre von dem das in unser herre füren undbringen wolte; ouch wie er doch sprach: 'es ist gut daz wir alhie blibent',rechte also wellent soliche lüte; also diser süssekeit gewar werdent, soalzühant so wenent die sunne alzümole begriffen han und woltent gerne do

4. schinen 88. A. wenne d. 88. 5. bereitet 88. 7. g. schinen und i. 88.

8. klerlichen] luterlich 88. woren[?] 88. 9. u. ustringet. A. 88. 91. 12. zu Also]

'Cod. 88, beigeschr.: daz'. 14. gegiessen 88. 16. do] da Druck, die S. 18. leckerlichen in.88, leckerliche m. 91. 19. grosses 88. 20 f. rüwelichon (nachträglich c zugesetzt, dann wiedergestrichen) S. 22. bevindendes 88. einigen 88, einig S. troppfe S. 25. zu der mit

ungewonlichen beginnenden Zeile der Abschr.:] 'Von da an stimmt 91 mit 88'; sodann dieKlammer geschlossen bei der mit lohen und leben beginnenden Zeile, unten S. 99,31. trSstunge 88.27. inne f. SS. 28. henügede 88. 29. w. gerne do b. 88. 30. das] da Bruch. 31. hie 88.