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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
Seite
99
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24. Saute Peter sprach: sint. 99

inne rasten und nider ligen, und die daz tünt, die verblibent allesamen, undenwurt nüt usser den lüten, enkumraent nüt fürbas. Etteliche verblibentoucli also daz sii in der süssekeit vallent in unrechte friheit; und in disem lustund bevindende so widerböiget die nature uf sich selber mit behendekeit undbesitzet sich selber do, darzü daz der mensche geneiget ist vor allen dingen, 5und verlot sich uf daz gewar werden; und ist do rechte also ich han gehöretvon artzoten, daz den lüten böse were daz sii vil artzote hettent: wo dienature bevindet der helfe, so verlot su sich daruf und lat sich darnider undrastet und duncket das rehte helffe habe, und enwürket nüt also flisseklichealso sus tele: und also so unsicher ist aller helffe, so wirbet und 1(|würcket und hilffet ir selber. Sehent, vil üben kinder, wie behendeclichesuchet dise widerboigende vergiftige nature in alle ding und suchet ire rasteund ir gemach, noch tusent werbe nie in den geistlichen, wan de« mensche«duncket zühant, also er diser lust und dis sunderlichen migewonlichen gutes inime bevindet, so verlet er sich deruf und dunket sich deste sicherre, und 15enwürckent nüt also flisseclichen noch also getruwelichen, und wurt alzühantso zart und so verwenet, und duncket in er müge nüt geliden oder gewürckenalso vor und müsse rechte sich in raste halten. Und alse der vigent daz sihtdaz der mensche darnider lit, so klimmet er denne und güsset darin valschesüssekeit, umbe daz der mensche verblibe und in also behalte in der un- 20rechter rasten . Wie süllent wir tun? Süllent wir diser süssekeit entlöffenund vertriben? Nein, in keine wise nüt; wir süllent mit grosser dang-berkeit nemen und mit demütekeit Gotte wider uf tragen, und dancken undloben G-ot gröslich darumb und bekennen ir in uns alzümole unwürdig, undsüllent rechte tun also ein frisch geselle, der wenig hat und hungerig und 25turstig ist und zu löffende hat, und der zu ime spreche, künde er vier milengelöffen, ime wurde wol zu essende und wurde ime sin kröpf wol gefüllet, erwurt so fro und strag und gemeit und löffet zehen milen; rechte also sol dirreniensche tun den Got also sterket' und spiset mit sime göttelichen tröste undbevindende, der sol vil nie tun über daz er vormoles tet, nie minnen, me 30dancken und me loben und leben vil me denne e, und sol sich also vil me uf-i'ichten in hertzeklicher begerunge und in brinnender minne, und also verzerndaz men ime noch me goben schuldig were, merre goben, merre trostes, merre

1- legen 88. u. alle die 88. 5. daz /'. Druck. 10. so vor f. 88.

10 f- würket und würket 88. 12. biegende 88. a. die d. 88. 13. m. ist es i. d. g.raten w. 88. den menschen 88, der mensche S. 14. d. also z. a. 88. 20. blibe 88.

21- rastunge 88. 24. und uns bek. ir gantz unw. Druck. 25. frischer 8S. 2G. u. d. dennez - 88 - 27. k. vil w. 88. 28. u. so starg u. so g. daz er wol liefe z. 88. 30. d. das

e - 8S - 30. min. und m. 91. 32. bevindender 88. 33. werde 88. 91. merre (3 mal)]

inere 8S.