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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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82
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82 20. Do der rainnecliche.

werden, und e man es wenet, so wurt nüt darus, sä sigent darnieder vilschiere und stürtzen uf ir alte gewonheit und uf lust der naturen; sü tüntrechte also die unnützen hunde tünt, so man jaget, die enwissent nüt vondem edeln wilde, dann sü löffent vaste den edeln winden noch, och und blibent5 sü bi dem louffe, sicher sü ervolgetent ouch mit in, nein mit, danne desstüdelins mag gar lichte sin do sü an sument oder do sü blibent kleben,und lossent die jene für sich louffen und sü blibent; aber die edeln hunde diedaz wilde gespüret haben!, die gont durch für, durch wasser, durch spies, durchsper und durch alle ding bitz sü es ervolgent. Also tünt dise edeln menschen,

10 die dis edeln lutern gutes gewar sin t worden, die volgent und ervolgent es;die andern verblibent gentzlicli, und alle die hie verblibent, die müssenteweklich verbliben, also lange also Got ewig ist. — Kinder, die sache daz mannüt berürt enist, des endarf man Gotte keine schulde nüt geben, also die lütedicke blintliche sprechent: 'Got enrürt mich noch entribet mich nüt also ander

15 lüte'. Got rürt und tribet und manet und gert alle menschen gelich und wilalle m enschen gliche, sunder sin rüren und sin manen und sine goben diewerdent._v.il ungelich enpfangen und genummen. So Got mit sinen berürungenund mit sinen goben kummet zu vil menschen, so vindet er die stat bekümbertund vindet ander geste do und müs widerkeren und enmag nüt in, wir minnent

20 und meinent andei's; des müssent sine goben, die er sunder underlos eime ieg-lichen menschen erbütet, do ussen bliben; dis ist die sache unsers ewigenschaden und verblibens, die ist unser und Götz nüt. Also vil itelre unmüssenmachen wir und hant -wir daz wir unser selbes und Götz nüt wamementund tünt unsern unsprechenlichen schaden; daz enmügent wir nüt erwenden

25 denne mit eime geswinden dappferen ernste und mit hertzelichem innigemsteten gebette, domitte wir dis unverbliben ervolgent, und anders nüt, und einminneklich getruwen der grundelosen barmhertzekeit Gottes, an der das alleslit, und ein flissig und getrüwelich anhangen sunder mittel. — Kinder, die statdo der minnecliche Cristus uffür, die waz zu Oliveti, und heisset ein berg

30 drijer Hellte. Das eine das waz von der sunnen, wan der berg ist hoch undstet engegen der sunnen, und wanne die sunne von dannen gieng, so wart ererlühtet von dem liehte des tempels. Und uf dem berge wesenlich so wühs

3. zu unnützen:] 'die unnützen fehlt, sieht hinter tunt' [88]. hunde] ieger F.

3 f. in wisent v. d. e. w. nvt F. 5. sü ervolgetent 8, so ervolgete sv F. daime] wan 91.6. zu sü (vor an):] 'Cod. 88, beujeschr.: sich'. 7. jene] andern 91. 11. a. die v. F.

15. tr. v. r. v. m. F. gert] get F. 15 f. und wil —gliche /: 88. F. 20. mvs s. gäbe F.

s. alle u. 91 F. 21. do ussen] in busen 91 F. blibet F. ewigen f. F. 22. u. ouch v. 91.vnsers selbes, vnd F. 23. und hant wir 88. 91 F, f. S. 21. vnß Druck vnspr. ewigenach. F. erwenden] verwinen F. 25. innigendem 91. 26. dis fürblibe F. 27 f. an d' daeil [dieses en auf Itasur] gelit; dazu mit Verw.-Zeichen am Band v. j. H.: nvt an F. 28. an]ein Druck, trüwelich; davor v. j. H. ge ergänzt F. 29. die] daz F. 30. ist] was 91 F.31. engegen] in gen F.