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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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83
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20. Do der mirmecliche. 83

die materie des liehtes, dis oley. Kurtzlich, die sele do Gfot iinie wunnenclichuf sol varen, die müs ein berg sin und müs in uns erhaben sin über disenidern vergenglichen ding, und sin enpfenglich drier Hellte, das sü stat gebein ir daz die heilige hoche drivaltikeit in sü lühten müge und ir werk in irgewurken möge nach allem irem willen, daz der gotvar schin in sü gefliessen 5möge. — Diser berg lag zwüschent Jherusalem und Betaniam. Kinder, werCristus wil nachvolgen, der mus uf den berg klimmen. Es ist kein berg sowunnesam noch so schöne, es si doch erbeitsam druf klimmen; also, kinder,AVer Cristus nachvolgen wil, der müs der natural urlop geben. Diser lütevindet man vil die ime gerne volgetent one pin und sunder alle erbeit, daz es 10in mit sure enwurde, und werent gerne uf dem berge also verre er zuJherusalem ist, das 'ein friden' meint, und dieselben lüte werdent in in gewarfriden und fröden und trostes; mer do enwürt nüt us, sü habent denne ouchdie ander site die gegen Betanien lit, daz sprichet also vil alse 'ein pinlicheit,ein gehorsam und ein lidunge'. Von diseme sprach der prophete in dem salter: 15'disposuit in vallc lacrimarum; er hat gesät sine stat in dem tal dertrehene'. Wissent das, kinder, so wer sinen stat herin nüt ensetzet, derverhübet, und us demme enwurt niemer nüt, wie schöne der friede ouch schine,es müs verhüben. Der mensche sol haben einen seilenden jomer noch simegeininiieten, der ime so hoch und so verre entvaren ist und also zümole 20unbekant und verborgen ist, und so der grünt ie werlicher und gründlicherberürt ist, so dis tal der trehenen ie eigenlicher do ist an einre siten, undenwer es nüt nie, so wers wol not umb die sünde und der unflat der in derleiden naturen ist, do er so dicke von gehindert wurt so maniger edelre keredie sunder undeiios soltent und möhtent sin, und nianig minneklich uftragen 25in dem er Grotte alle ding on underlos solte uftragen, do in die nature sogröblich an hindert; und daz sü so verbörgenlich regnieret, do es Got onunderlos solte sin und anders nüt, dis ist die site gegen Betanien. Kinder, derdis war in ime neme, er verfiüsse nüt zümole; zu Jherusalem alleine wer wolsin gros trost und gesmack und gevallen; das ist do zu gut daz der mensche 30mitte gestercket werde das er dis we, den jomer deste bas erliden möge, dazer nüt zu kräng in dem liden und dem eilende werde und nüt erlige, also ervon Gotte gelossen ist und ungetröstet ist und in grosser bitterkeit ist. Alsosprach der wise man: 'in den bösen tagen so soltu der guten tage nüt

4. gelühte F. C. b. der 1. F. in tutsche ih [.'] F. so w' F (so öfter). 8. ensi F.11 /'■ v. als e. z. J. als v're es sehe, daz ein f. F. 13. fride vn tr. vn fr. F. denne f. F.

14. s. die zv betanien wert sint. Daz lut also vil F. 15. sp. wol d. F. 16. disposuit —

lacrimarum f. 88. 17. so wer daz sine st. F. 23. den unfl. Druck. 24. ist] lit F.

25. mShten. vnd gölten F. manches liebliches Druck. 27. verb. da r. F. got 8F, gottes 91.28. s. zv betanie wert F. 29. verslüffe F. ir'l'm daz es a. w. w. F. 30. smag. vil

gevollen F. SO f. m. da m. F. 32. werde f. F. 34. tage f. 91.

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