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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
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und sehr incorrect war, hielt ich es für zweckmäßiger Cod. 89 zum Grunde mlegen,' 1 ') um so mehr da er im Alter nicht zu tveit von 91 entfernt war. [Am Randebeigeschrieben: 'Viele Fred, habe ich aus 91 1 ) abgeschrieben, und dann nach89 corrigirt'. \

Das Unternehmen der Herausgabe verzögerte sich immer mehr, so daßich mit dem. Abschreiben inne hielt bis Pfeifer mich wieder dazu auffordern würde.Darüber starb Pfeifer, und als unsre Bibliothek verbrannte, hatte ich schon seitmehreren Jahren nichts mehr copirt. Dagegen halte ich angefangen die vorzüg-lichsten Varianten zu noliren. Die aus 91 sind mit blauer Dinte geschrieben, dieaus 88 mit schwarzer. Einige Predigten aus 91 stimmten mehr mit 88, andremehr mit 89; wo ich es nicht in Parenthese mit blauer Dinte angemerkt habe, istder Text von 89 derselbe wie 91; steht bei einer Predigt: 91 stimmt mit 88, soheifst dies, daß 91 größtenteils den Text von 88 gibt.

1 ) Das hatte Schmidt allerdings hei Vornahme unsrer Abschrift nicht getan; vielmehrerscheint hier durchweg urspr. Cod. 88 abgeschrieben und sodann am Hand ein Verzeichnis der'Var. aus Cod. 80' gegeben. Erst nachträglich hat Seh. dann durch drei Fünfteile seiner Ab-schrift hindurch diese Abweichungen der 11s. 89 in den Text hineinkorn'giert und die von SS anden Hand, gesetzt, indem er daselbst in der Rubrik: 'Var. aus Cod. 89' die 9 in eine 8 verwandelteund ebenda die Lesarten der urspr. Abschrift von 88 vermittelst Korrektur statt derjenigen von89 einsetzte; eine zweite Rubrik, in blauer Tinte, gab sodann die weit weniger zahlreichen'Var. aus Cod. 91' bis dahin, wo diese 11$. in Fred. 35, S. 296 der Abschr. abbricht. VonS. 316, Mitte, an hört das llineinkorrigieren in die Abschrift und in die Variantenrubrik desBandes auf: jene gibt von hier bis zum Schluß (S. 493) die unkorrigierte IIs. SS, diese die 'Var.aus Cod. 89' wieder. Auf diese SS. 316493 bezieht sich die Randbemerkung Schmidts, wonach,viele Predigten' aus SS (verschrieben in: 91!) abgeschrieben und nach S9 korrigiert vorlägen;die früheren, SS. 1316, zeigen jetzt den Text von 89, nach 88 korrigiert, ursprünglichallerdings ebenfalls den von 88, nach 89 korrigiert. Unser Text benutzt (abgesehen von denNachträgen, 111) nur diese frühern Predigten und Varianten, da für SS. 254 ff. der Abschrift die11s. IS vorlag, nimmt aber dazu auch die von Schmidt angemerkten Lesarten auf, da es sich umdrei untergegangene IIss. handelt, die nur in dieser einen Abschrift erhalten sind. Bei Kleinigkeitenwie Tilgung oder Setzung von Buchstaben oder von Vokalzeichen, wie Schmidt solche nach 89 inseiner Abschrift von SS vornimmt ohne sie am Rand zu verzeichnen (Fred. 1 Überseht:: bredige88, bredie 89; genomen 88, genommen 89; weiterhin etwa genode 88, genade 89; geloben 88,gelouben 89; liimel 88, Mmmel 89; oeb u. dgl), haben auch wir die Abweichungen in der Regelnicht angemerkt, zumal in solchen Fällen der ursprüngliche Bestand von 88 nicht immer deutlichmehr zu erkennen war; ebenso ließen wir die kleinen lautlichen Verschiedenheiten, die am Randevermerkt waren fdot 88 st. tot, one 88 st. ane, nit 88 st. nüt u. ähnl.), meist bei Seite.

Wir geben also in Text und Lesarten das wieder, was Schmidt auf Grund der ihmvorliegenden drei Straßburger IIss. für den Druck bestimmt hatte, unter Beibehaltung seinerSchreibung, während seine Interpunktion nach den Prinzipien der Deutschen Texte modifiziertwurde. Randbemerkungen zum Text, zur Numerierung usw., die Schmidt unter die Lesartenmischt, geben wir in seiner Fassimg, zwischen ' ' gestellt, wieder. Abweichungen der Freiburger11s. (F) sind mir in Auswahl, soweit sie zweckdienlich schienen, mitgeteilt. In den wenigenFällen, wo Schmidts Text verlassen werden mußte, toeil er unverständlich war, sind die Ab-weichungen durch Kursivdruck gekennzeichnet, und Schmidts Lesung, die in der Regel = 89sein wird, ist im Apparat mit dem Zeichen S vermerkt.

2 ) offenbar Schreibfehler Schmidts für: 88.