Druckschrift 
Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

Von den Varianten gebe ich nur die wichtigem; es wäre um so über-flüssiger Abweichungen -wie wieder für wider, wanne für wan, gnode für genode,tot für dot, götlich für göttelich, u, dergl, anzuführen, da sowohl in 88 als in89 die Orthographie häufig schwankt and beide Formen neben einander vorkommen;auch wechselt a mit o, gan gon, gnade gnode, elc.

88 und 91 haben durchgängig h wo 89 meist cli hat; relite (89 rechte),bihte (89 Dichte), Killten (89 lücliten) usw. 88 hat heiig, 89 heilig. 88 meistewikeit, demütikeit, etc.; 89 meist ewekeit, elc.

88 lud Correctionen und Zusätze von späterer Hand, ich füge sie am,Rande bei. In den 40 ersten Predigten von 89 gelten die drei Codices am meistenauseinander; jedem der drei scheint ein besonderer Urtext zum Grunde gelegenzu haben.

Manchmal haben auch die Sätze keinen rechten Sinn; die Predigten scheinenursprünglich von Zuhörern nachgeschrieben worden zu sein, die vielleicht nichtimmer alles verstanden. Solche unklare Stellen sind meist in Cod. 88 von derHand die die Correcluren machte, mit einem Kreuz bezeichnet: Beweis dass derSchreiber sie in der Urschrift die er copvrte so vorgefunden halte.

25. Nov. 1870.