114„Am 15. April 181so erzählt derselbe, „wurde ichvom Kapitain Olivier, mit einem Wachtmeister (Meyer)und 40 Lanziers, nebst einem Offizier und 14 Husaren des1. französischen Regiments, und dem 2. Bataillon des 4.Infanterie=Regiments der Weichsel=Legion beigegeben, umin Pegen Arranda, einem kleinen Städtchen am Duero,Lebensbedürfnisse für die Division van der Maßen zurequiriren. Am frühen Morgen ging unser Marsch amDuero hinauf und wir erreichten den Ort ohne einenFeind zu erblicken. Der geforderte Proviant konnte in-dessen nicht an diesem Tage herbeigeschafft werden. GegenAbend ließen sich einige Feinde sehen, weshalb ich vomBataillons=Chef Golaszewsky, Führer des Ganzen, mit18 Lanziers kommandirt wurde, die Stärke derselben zuerforschen. Es dauerte nicht lange, so traf ich auf denFeind, wechselte einige Schüsse mit ihm, und zog michdann, gemäß meiner Ordre, auf das Bataillon zurück,ohne weiter verfolgt zu werden. Wir besetzten aus Vor-sicht eine alte Ritterburg am Marktplatze, die uns vor einemnächtlichen Ueberfall sicherte. Gleich nach Mitternacht aberbrachen wir stille auf, um den Pfarrer Merino, der dieInsurgenten kommandirte, zu überfallen und uns Luft zumachen. Der schlaue Pfaffe war wahrscheinlich durch dieEinwohner von Allem unterrichtet und hatte seine Maaß-regeln so gut getroffen, daß wir unfehlbar in unser Ver-derben gehen mußten, zudem hatte derselbe auch bei 5000Mann hier versammelt, und ließ uns ruhig, indem er seine
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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
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