waren noch gar nicht eingekleidet. In Wesel angekom-men, wurde fleißig exerzirt, noch ein zweites Bataillongebildet, und dann über Paderborn, Erfurt u. s. w.der Marsch nach Magdeburg angetreten. Hier wurdedas Regiment unter dem Namen: Erstes Großherzoglich-Bergisches=Infanterie=Regiment, ganz neu gekleidet; dieUniform war weiß, mit blauen Revers und die Czakos mitdem Buchstaben J. (Joachim), die Grenadiere bekamen Bären-mützen. Der Dienst war streng und mit beständiger Uebung ver-knüpft; dabei war die Stadt so mit Einquartierung be-lastet, daß öfters 12 bis 14 Mann bei einem einzigenBürger untergebracht wurden. Doch befanden wir Ber-gische uns daselbst sehr wohl, und die Einwohner nanntenuns nicht anders, als: unsre Soldaten, wofür wiruns unsererseits durch eine strenge Ordnung erkenntlichbezeigten. Wir blieben in Magdeburg bis zum 5. Mai1807, wo wir in Eilmärschen ohne Ruhetag bis Danzigmarschirten. Am 25. trafen wir bereits vor diesem Platzein und bezogen ein Lager, nahe der Allee bei dem KlosterOliva. Es wurden keine Lebensmittel ausgetheilt, sodaß wir an allem Mangel litten und überdies noch imhöchsten Grade ermüdet waren. Am andern Morgensollte gestürmt werden, doch zu gleicher Zeit nahmen dieUnterhandlungen ihren Anfang und endigten mit derUebergabe der Stadt. Wir Bergische gingen nun weiternach Dirschau und Marienwerder, trafen am 29.vor Graudenz ein, besetzten die Dörfer Sackerau und
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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
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