45Jesum Christum, den Sohn Gottes? Nicht aufeine Creatur, nicht auf meine Werke, Vorsätze undGesinnung oder auf sonst etwas an mir selber?Auch nicht auf günstige Urtheile und MeinungenAnderer von mir? Ist es allein das Opfer JesuChristi am Kreuz, das Blut der Versöhnung, da-durch ich Vergebung und Reinigung von meinenSünden hoffe? Lebe ich der festen und unbezwei-felten Zuversicht, daß dies mich ganz vollkommenreinigen kann und wird, so daß Gott meine Sündemir nimmermehr zurechnen, sondern die vollkom-mene Gerechtigkeit Christi mir schenken wird, jaschon geschenkt hat? — Und habe ich weiter dasfeste Vertrauen zu Gott, daß er in Christo meinversöhnter Vater ist und bleibt, der mich herzlichliebt, nur Gedanken des Friedens über mich hat,und nach seiner Vaterliebe mich mit aller Nothdurftversorgen und nimmermehr verlassen wird? Traueich Ihm so, daß, wenn er mich auch rauhe Wegeführen wollte, und Kreuz und Trübsal mir auflegen,ich doch nimmermehr an seiner Liebe zweifle, die erum Christi willen zu mir hat, daß ich glaube, auchwo ich nicht sehe? — Und bin ich endlich auch dessenim Glauben an Ihn gewiß, daß er nach seinerLiebe und Treue ſein gutes Werk in mir hinaus-führen, die Macht der Sünde zerstören, aus mirein geheiligtes Gefaͤß seiner Ehre machen und michendlich zu sich nehmen wird in seine HerrlichkeitWie selig wäre mein Leben, wenn ich so glau-ben könnte und immer in dieser Zuversicht ständeJa, wer so an den Sohn Gottes glaubt, der hatschon das ewige Leben und vermag die Herrlichkeit
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