46Gottes zu sehen. Und ich könnte, ich dürfte eswohl. Sind nicht alle Verheißungen Gottes Ja inIhm und Amen in Ihm? Gilt, was Er in seinemWort von der Kraft seines Versöhnungsblutes sagt,von der Gnade, die viel mächtiger ist, als unsreSünde, von dem Opfer, womit wir in Ewigkeitvollendet sind, — von Gottes Vaterliebe, seinemSchutz, unter dem die Seinigen ſtehen, ſeiner Kraftdie in den Schwachen mächtig ist, — was Er denArmen, Elenden, Trauernden, Hungernden undDurstenden zugesagt hat — gilt es nicht Alles auchmir? — O, sei nicht ungläubig, meine Seele, son-dern gläubig — das ruft sein ganzes Wort, dasruft jetzt das heil. Abendmahl mir zu.So will ich denn wenigstens meine Zweifel undmeinen Unglauben nicht mehr lieb haben, weil ichweiß, daß es eine schwere Sünde darum ist gegenIhn, den Getreuen und Wahrhaftigen, — will meinVertrauen nicht wegwerfen, welches eine große Be-lohnung hat, will mit jenem Mann im Evangeliobeten: Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben!auf daß ich so fortgehe von Kraft zu Kraft, ausGlauben in Glauben, bis ich Gottes meines Hei-landes völlig mich rühmen und freuen kann.Stärk meinen Glauben, um das KleidDer ewigen GerechtigkeitFreimüthig anzuziehen!Ich komm in feſter Zuverſicht;Dein Bundessiegel fehlt ja nicht;Du hast es mir verliehen,Daß ich fröhlich darf erscheinen; und inDeinen offnen WundenHab ich freien Zutritt funden!
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