44Jesum Christum, den Sohn des lebendigen Gottes,und insbesondere mein festes Vertrauen auf sein amKreuz vollbrachtes Versöhnungsopfer, als den Grundmeines Heils und meiner Gerechtigkeit vor Gott.Ist dieses Bekenntniß aber auch tief in meinemInnern vollkommene Wahrheit? Von jeher ist dasWort Gottes Tausenden ein Stein des Anstoßesund Fels der Aergerniß gewesen, und in dieser Zeitwird insbesondere der Sohn Gottes inmitten derChristenheit vielfach laut und schnöde verleugnet.Ist denn mein Herz vor allen Regungen solchesUnglaubens bewahrt geblieben? haben keine Zweifelin mir Wurzel gefaßt, die mich beunruhigen oderdoch auf meinem Sterbelager mir den Trost, denich an Jesu habe, verkümmern könnten? Ist vornem-lich kein Aergerniß an dem Wort vom Kreuz in miraufgekommen oder zurückgeblieben? — Herr, laß michdein Wort festiglich für dein Wort halten, daß ichdich fürchte; laß mich gewissen Grund meines Glau-bens und meiner Hoffnung haben, und dein heili-ger Geist mir zeugen, daß ich wahrhaftig an denSohn Gottes glaube.Aber wie das Wesen des Glaubens nicht Sachedes Wissens bloß ist, sondern des Lebens, nichteine gewisse Ueberzeugung allein, sondern eine innereKraft und That, ein Annehmen Jesu als meinesBürgen und Erlösers, ein Vertrauen auf Ihn alsmeinen Heiland, eine Zufluchtnahme zu Ihm mit mei-nen Sünden und meinem Elende, so frage ich mich hierauch vor dem Herrn: ist mein Glaube auch ein solchlebendiger Glaube? — Setze ich meine Zuversichtund mein Vertrauen wirklich völlig und ganz auf
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