37habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist;und: welche Christo angehören, die kreuzigenihr Fleisch sammt den Lüsten und Begierden;wie bestehe ich vor diesen Worten? — Lebtwohl immer in mir jener Pilgersinn, der seinewahre Heimath droben hat? Wo euer Schatz ist,sagt Jesus, da wird auch euer Herz sein! Ach woist manchmal das meine! — Durchziehen nicht sovielfach Gedanken der Eitelkeit, der Selbstgefällig-keit, der Weltliebe, der Hoffarth, und andrer böserNeigungen und Begierden meinen Sinn? In demtiefsten Grund der Seele glänzt es noch nicht wiees soll. Du, Herr siehst des Herzens Höhle, wiesie ist Verwirrung voll.Und wie habe ich der Herzensgesinnung nachin der Liebe des Nächsten bestanden? Hat sichkein Zorn und keine Bosheit in mir geregt? keinGroll, böſer Argwohn, Mißgunſt, Neid und Wider-wille? Hat die lautere Liebe zu meinen Mitmen-schen in mir gewohnt und bei meinem Thun undLassen mich regiert? Habe ich nach dem Willenmeines Heilandes, wie es einem Kinde Gottes ge-ziemt, gesegnet die mir fluchten, wohlgethan denen,die mich hasseten, für die gebetet, die mich etwabeleidigten und verfolgten? Habe ich als ChristiJünger nach seinem Gebot das herzliche Erbarmenan mir getragen, die Freundlichkeit gegen Jeder-mann, die Demuth, welche Andere von Herzen höherachtet als sich selbst, die Sanftmuth und Geduld?Einer trage des Andern Last, gebeut mein Gott,so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Vertrageteuch untereinander, vergebet euch untereinander,
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