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Abendmahlsbüchlein für evangelische Communicanten
Entstehung
Seite
25
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So erbarmend läßt sich Jesus zu meinem schwa-chen Glauben herab. Er handelt ähnlich mit mir,wie dort mit Thomas, zu dem er sagte: reiche dei-nen Finger her und siehe meine Hände, und reichedeine Hand her und lege sie in meine Seite, undsei nicht ungläubig, sondern gläubig. Das machtmir nun das heil. Abendmahl zu einem über Allesseligen Genuß. Wohl habe ich das theure Evange-lium, welches mir und meinen Mitsündern das Wortvon seiner Gnade laut und deutlich verkündigt;auch werfe ich die darin dargebotene Gnade nichtweg; aber der Herr, der wohl um das arme, un-gläubige und zweifelsüchtige Menschenherz weiß,will hier meiner Schwachheit in ganz besondrerWeise zu Hülfe kommen, und mich nicht nur hörenlassen das Wort seiner Gnade, sondern ich soll essehen, mit meinen Händen betasten, und schmecken,wie freundlich Er ist. Wie oft fragt das bangeverzagte Herz: wenn ich nur glauben könnte! wieoft regt sich eine Sehnsucht, so nah dem Heilandezu stehen wie damals, da Er auf Erden wandelte,so aus seinem Munde zu hören, wie damals dieSünder und Sünderinnen, die gebeugt zu Ihmkamen: gehe hin mit Frieden, dir sind deine Sün-den vergeben! Und das soll nach seiner herablassen-den Gnade mir hier in diesem Abendmahle zuTheil werden.Es ist zwar wahr: Viele gehen zum Tischedes Herrn, denen Allen dieses Brod gegeben unddieser Kelch dargereicht wird, unter denen auchSolche gewesen und noch sein mögen, die einst zuihm sagen werden: wir haben vor dir gegessen und