gebrochene Brod und der Kelch dargereicht: dasgeschieht nach Seinem Auftrag und Befehl. Solässet Er auch mir also darbieten oder bietet vielmehrmir selbst dar das in seinem gekreuzigten Leib undvergoßnen Blute begründete Heil, namentlich diedarauf beruhende Vergebung der Sünden. Ichnehme es und genieße es, und indem ich solches thue, bezeuge ich damit, daß ich so die unsicht-bare Gabe auch annehme und mir zueigne. — UndAnderes fordert der Herr ja nicht von mir, als daßich annehme, in wahrem Glauben annehme, dannist sein Verdienst und seine Gerechtigkeit mein.Noch klarer aber und lauter wird mir diese Ver-ſicherung beim heiligen Mahle gegeben durch dasausdrückliche Wort des Herrn selber: für euchgebrochen, für euch vergossen, zur Ver-gebung der Sünden. — Diese Worte lässet erbei der Darreichung seines Sakraments den Abend-mahlsgenossen zurufen; er läßt sie auch mir zurufen.Siehe, für dich, sagt er zu mir, ja auch für dich,ist mein Leib am Kreuz gebrochen und mein Blutvergossen: auch dir gehört, was ich durch meinenTod den Sündern erwarb; verweile dabei nicht alsbei einer Thatsache von blos allgemeiner, die Sün-derwelt im Großen und Ganzen umfassenden Bedeutung, sondern betrachte sie auch im besondernBlick auf deine Sünden und deine Schuld; siehe,deine Sünde ist hier bezahlt und hinweggenommen,deine Schuld entrichtet, dir eine vollkommene Ge-rechtigkeit erworben. Und du hast Antheil daran,so gewiß du dies Brod und diesen Kelch empfängst,issest und trinkest.
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