Druckschrift 
Abendmahlsbüchlein für evangelische Communicanten
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

getrunken, denen er aber antworten wird: ich kenneeuch nicht, wo ihr her seid; Manche mögen es un-würdig, sich selbst zum Gerichte, genießen. DaßSolche, obwohl sie dieselben Worte hören, dasselbeBrod und denselben Kelch empfangen, doch inWahrheit keinen Theil an Christo haben, ist gewiß,soll aber einer nach seiner Gnade hungernden unddurstenden Seele den Segen dieses heiligen Mahlesnicht nehmen und verkümmern. Ich habe es hierfür mich allein mit meinem Heilande selbst zu thun,der mein Herz erforschet, dem ich meine Sündenund Gebrechen offen bekenne, bei dem ich Vergebungund Heilung suche; ich habe zu merken auf das,was Er auf dieses mein Bekenntniß und mein Hun-gern und Dürsten darreicht und zuruft; das istmein, das darf, kann und soll ich annehmen undmir zueignen mit völlige Zuversicht, und gewiß sein,daß diese seine Gaben und Berufungen Ihn nichtgereuen. Darauf kann ich mich stützen und berufen,wenn mich mein Gewissen von neuem nagen, wennmich die Sünde kränken will, kann dann zu Ihmsagen: Herr, du hast sie mir vergeben, hast mir hierin deinem Abendmahle gesagt: ich gedenke ihrernicht mehr, und hast dein theures Gnadenpfand mirzum festen und gewissen Siegel geschenkt. MeineAugen haben es gesehen, mein Ohr hat es gehört,meine Hände haben es betastet, mein Mund ge-schmecket, daß du Herr mir Sünder ein gnädigerund versöhnter Gott bist.An der Vergebung der Sünden durch JesuTod haftet aber das ganze Heil. Schenkt er mirdiese, dann ist auch alles Andre mein, was Jesus