14gründliche Heilung vom innern Seelenschaden unddie Gabe eines völligen dauernden Friedens verleihen.Und das ist's, was auch ich bedarf und begehre.Darum will ich hinzugehen mit wahrhaftigem Her-zen, will mich freuen, aus dem Getümmel des Le-bens in die Stille gerufen zu sein, will, was michdrängt und nagt, offen meinem Heilande ausspre-chen, auch die verborgensten Falten meines InnernIhm enthüllen, mein Herz ihm ausschütten, willmeines Hungers und Durstes mir bewußt werdenund mich dessen nicht schämen; aber dann bei sei-nem Mahle mich auch sättigen lassen aus seinerFülle, und darauf in Kraft solcher Speise getrostund gestärkt meinen Weg fortsetzen durch das un-ruhige Leben, bis ich endlich zu der Ruhe gelange,die dem Volke Gottes vorhanden ist.Der offene Bugang.Darf ich mich wohl abhalten lassendurch das Bedenken, ich möchte nicht würdig, möchtenicht gesammelt genug dazu sein? So Manche las-sen dadurch sich zurückhalten; und während sie viel-leicht mit großer Ehrerbietung das Abendmahl an-sehen und davon reden, kommen sie doch selbst nichthinzu. Liegt aber hier nicht dennoch ein gar böserSelbſtbetrug zum Grunde? Freilich ſoll kein Un-würdiger, soll kein ungesammeltes Herz diesem Hei-ligthume nahen; aber wenn ich hierzu nicht tüchtbin — wie höchst traurig und bedenklich müßte esdann mit meinem Innern überhaupt stehen; dann
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