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1 (1841) Übungsbuch
Entstehung
Seite
184
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184gearbeitet hat. Dieser Gedanke hat den Ref. bewogen, die Freundeder Geschichte auf ein Werk aufmerksam zu machen, und auf dieangedeutete Weise dasselbe ihrem prüfenden Blicke vorzuführen.Der Titel desselben ist:Geschichte der merkwürdigsten Staaten alter und neuer Zeit,ethnographisch dargestellt. Ein Hülfsbuch für die reifere Ju-gend und zum Selbstunterrichte. Von P. Heuser. Inzwei Abtheilungen. Elberfeld 1840. Büschlersche Ver-lagsbuchhandlung. 46 Bogen. Preis Thlr.Der Kreis, für welchen der Verfasser sein Werk bestimmt hat,ist, wie der Titel sagt, hauptsächlich die reifere Jugend und zwar bei-derlei Geschlechts. Nirgends wird das Gemüth und die gute Sitteverletzt; die Darstellung ist faßlich und anziehend, so daß das Buchder weiblichen und männlichen Jugend eine angenehme und zugleichbelehrende Lektüre darbietet. Ref. zweifelt aber auch nicht, daß esüberhaupt Freunden der Geschichte, wenn sie nicht Männer vom Facheſind, ein willkommenes Buch ſein wird. Worin es ſich vor vie-len, ja Ref. glaubt nicht zu übertreiben, wenn er sagt, vor allen die-ser Art vortheilhaft unterscheidet, das ist der Plan, der dem Werkezum Grunde liegt, und die Methode nach welcher es ausgeführt wor-den. Es wird namlich die Geschichte jedes Staates ununterbrochenvom Anfange bis zu seinem Untergange oder bis zu seiner Fortdauerin der Gegenwart dargestellt, so daß jeder Staat als ein für sich be-stehendes Ganze dasteht. Jedem Staate geht eine kurze geographischeBeschreibung seines Gebietes voraus.Die Grundsätze und Absichten, welche den Verfasser bei der Be-arbeitung geleitet haben, sind in der Vorrede ausgesprochen, aus wel-cher der Ref. sie hier in Kurzem anführt:1)Die synchronistische Methode ist für den ersten Unterricht inder Geschichte nicht geeignet, vielmehr muß dieser zuerst biographisch,späterhin ethnographisch, den Staat als Person betrachtet, und zu-letzt in den höhern Klassen synchronistisch ertheilt werden.2)Fast alle unsere historische Lehrbücher für die Jugend sindnach einer irrigen Ansicht abgefaßt. Sie enthalten einen durren leb-losen Abriß der Geschichte, eine Folge des verkehrten Bestrebens mitwenigen Worten dennoch möglichst große Vollständigkeit zu geben.Ganz anders! Der erste Geschichtsunterricht muß wenige, aber fürdie Jugend geeignete Begebenheiten aus dem großen historischen Ma-gazin herausnehmen, und dieses Wenige ausführlich und anschaulichdarstellen3)Die Darstellung muß nicht trocken, aber auch nicht zu bil-derreich, sondern einfach, natürlich und leicht verständlich sein. . . .4)Die Jugend soll nur die Thatsachen (Fakta) der Geschichtemit Geist und Gemüth auffassen. Alles politische Raisonnement überVerfaſſung und Verwaltung eines Staates gehört nicht für ſie; aufdiese Weise werden tadelsüchtige Raisonneurs gebildet, die unter dem