183Im nämlichen Verlage ist erschienen:Praktisches Rechenbuch für die untern und mittleren Klas-sen der Elementarschulen so wie auch für Mädchen-schulen. Von Dr. F. A. W. Diesterweg und P. Heu-ser. Zweite Aufl. 7 Bogen. 4 gGr. oder 5 Sgr.Bei der ersten Auflage sagt Recensent in der Allgemeinen Schul-zeitung, 1838, Nr. 73: „Dieses neue Rechenbuch ist für solche Schu-len bearbeitet, die gezwungen sind, sich beim Rechenunterrichte aufdas Nothwendigste und Unentbehrlichste zu beschränken. Sol-cher Schulen gibt es, wie die Verfasser richtig bemerken, gar vielauch dürfte in Mädchenschulen oder in dem Mädchenunterrichte über-haupt eine Beschränkung der Forderungen in Betreff des arithmetischenWissens und Konnens, oft am rechten Orte sein. Demnach war esgewiß ein glücklicher Gedanke, eine Schrift wie die vorliegende zuverfassen“. Diese Andeutung wird hinreichen, um auf den Werth desBüchleins aufmerksam zu machen, und wenn das erste Uebungsbuchvon denselben Verfassern, welches für höhere Bürgerschulen und fürgehobene Elementarschulen bestimmt ist, bereits 13 Auflagen erlebthat, ſo iſt zu erwarten, daß das vorliegende Büchlein ſich die Gunſt.der Lehrer und Lernenden in noch höherem Grade erwerben werde. rc. etc.Als eine besondere empfehlenswerthe Eigenschaft für die Elementarschu-len unseres deutschen Vaterlandes ist noch zu bemerken, daß die Auf-gaben in Betreff der Münzen nach den drei Hauptgeldsorten Deutsch-lands: in Thlr. — gGr. — Pf., — Thlr. — Sgr. — Pf. und in Gul-den und Kreuzer eingerichtet sind.Ein Wort an Freunde der Geschichte.Wer einen Bücherkatalog zur Hand nimmt, und die, faſt für alleFächer des Wissens von Jahr zu Jahr sich vermehrende Zahl neuerWerke durchſieht, dem drängt ſich unwiderſteblich die Frage auf: Wieist es möglich auch nur die Hälfte der für Einen Zweig des Wissenserschienenen neuen Werke gehörig durchzulesen! Wie wenig Leser sindim Stande, die vorzüglichsten derselben sich anzuschaffen! Man solltemeinen, jeder Schriftsteller, dem die Lust anwandelt, ein Buch zuschreiben, müsse dennoch nicht eher die Feder zur Hand nehmen, be-vor er die gewisse Ueberzeugung gewonnen, daß sein neues Werk einemwirklichen Bedürfniß abhelfen werde. Aber leicht täuscht sich der Au-tor, und hält ein vermeintliches Bedürfniß für ein gewißſes und wirkliches. Damit nun aber die Leſewelt nicht auch getäuscht werde, mochte es wohl am gerathensten sein, in geeigneterBlättern den Zweck und Inhalt eines neuen Werkes mitzutheilen, ſowie auch die Ansichten und Grundsätze, nach welchen der Verfasse
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