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1 (1924) Das Leben
Entstehung
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.5q8 DAS ENDE

den können. Schon nach wenigen Tagen wurden die Schriftenwieder herausgegeben und jedermann eingehändigt, der sichdarum bemühte 132 .

Ende Mai verließen die Kommissäre Florenz. Turriani begabsich zur Feier des Generalkapiteis nach Ferrara, wo er von dererbitterten Bevölkerung beinahe umgebracht worden wäre; mitMühe entriß ihn der Herzog den Händen der wütenden Menge 13 '.Romolin, von einzelnen Bürgern ohnehin schon mit wertvollen Ge-schenken bedacht, ward von der Signorie für seine unschätzbarenDienste mit kostbaren Gefäßen und Silbersachen reichlich be-lohnt 134 . Noch lieber war ihm jedoch wohl das glänzende Zeugnis,welches die Herren von Florenz seinem Diensteifer in einem Schrei-ben an den Papst ausgestellt hatten 135 . Schon bei seiner Ankunft,hieß es hier, habe die ganze Stadt aufgejubelt; angesichts seinerWirksamkeit aber habe sie ihn, der sich seines Auftrages mit sol-cher Uneigennützigkeit, Gerechtigkeit und Besonnenheit entledigte,immer mehr bewundern und lieben gelernt. Auf Grund solcheramtlichen Bestätigung seiner Brauchbarkeit hatte Romolin begrün-deten Anspruch auf die Erkenntlichkeit der Borja, die jedoch langegenug auf sich warten ließ. Dem Grafen Anton Pico von Miran-dola gegenüber beklagte er sich über den Undank des Papstes undgab auf die Frage, warum er den Frate habe hinrichten lassen, zurAntwort, dies sei geschehen, nicht weil dieser es verdiente, sondernweil der Papst und die Florentiner es so haben wollten 138 . 1501wurde er Erzbischof von Sorrent und 1503 Kardinal, obschonseine Frau immer noch lebte. Er starb 1518, erst 56 Jahre alt, alsBischof von Albano, Fermo und Palermo; als man später seinGrab öffnete, fand man den Leichnam in einer Lage, die dem Ver-dachte Raum ließ, er sei lebendig begraben worden 137 .

Man hätte erwarten mögen, mit dem Tode des Frate sei für dieArnostadt eine neue Zeit seliger Eintracht unter der Bürgerschaftsowie herrlicher politischer Erfolge nach innen wie außen ange-brochen. Die Gegner hatten sich doch stets darin gefallen, ihn füralle Zwietracht in ihrem Schöße, für das Bündnis mit Frankreich,für den pisanischen Krieg und seine unerschwinglichen Kostenund für die unerträglicheTyrannei" der Piagnonen verantwort-lich zu machen. Nun, da er hinweggeräumt war, schien nichtsmehr im Wege zu stehen, daß sich die durch ihn verwirrten Ge-müter versöhnten, das französische Bündnis auflöste, die Verbrü-