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1 (1924) Das Leben
Entstehung
Seite
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DIE URHEBER DER VEREITELUNG 5a r

konnten sie nicht. Denn einerseits durften sie doch den ihnen ver-bündeten Franziskaner nicht dem sicheren Feuertode preisgeben,- - J^Jt,und andererseits waren sie der Niederlage des Dominikaners kei-neswegs sicher. Stand nicht durch die Überlieferung fest, daß einstPeter der Feurige unversehrt durch die Flammen gewandelt war?Wie, wenn sich das Wunder erneuerte ? Wenn die Lohe vor Do-minikus zurückwich ? Die Person und Lehre des Frate, seine zu-versichtliche Haltung und die Siegesgewißheit des P. Dominikusverfehlten ihren Eindruck auf die Gegner durchaus nicht, die, wassie als echte Söhne freigeistiger Renaissance an frommem Kirchen-glauben eingebüßt hatten, doppelt und dreifach durch unfrommenAberglauben ersetzten. Konnten die Signoren aber nicht beideMönche ins Feuer schicken, so blieb ihnen keine andere Wahl, alsbeide zurückzuhalten und also zu Listen und Ausflüchten gegen-über dem Dominikaner ihre Zuflucht zu nehmen. Daß die Beden-ken weder vom Frate noch von Dominikus ausgingen, liegt aufder Hand. Allerdings mutet es uns heutzutage äußerst sonde rbaran, daß der Prophet des Sakrament nicht bloß auf den Signoren- OyU *-vV«yy r >platz mitbrachte, sondern seinem Streiter auch ins Feuer mitgebenwollte. Allein auch er war ein Kind seiner Zeit, ein Sohn des Or-dens, dem der Hexenhammer entsprang. Auch er glaubte fest andie Macht böser Geister, an Zauberei und Verhexung. Wie dasVolk im Ausbruche des Gewitters eine Wirkung böser Dämonensah und die Franziskaner das Ordenskleid des Dominikus undsogar sein Kreuz für verhext hielten, so gab er in seiner Ansprachean die Gläubigen der kindischen Meinung Ausdruck, der böse Geistkönne die Wirkung des Feuers aufheben. Wie er nicht zweifelte, "*daß die Gegner bei der Probe zauberische Mittel gebrauchen könn-ten, so hatten diese ihn im selben Verdachte; ohnehin war er ver-schrien, daß er der Nekromantie huldige 138 . Um nun sowohl diegegnerischen Zauberkünste als auch den Verdacht zu entkräften,als habe er selbst oder Dominikus mit Zauberei das Geringste zutun, sollte dieser das Sakrament mittragen. Davon sprach man inS. Marco wie von der Feuerprobe selbst als von etwas ganz Selbst-verständlichem, und nicht etwa, weil der Frate selbst oder Süvestervom Sakramente geträumt hatten 130 , faßte man im letzten Augen-blicke noch den Entschluß, zu ihm seine Zuflucht zu nehmen,sondern ganz im Gegenteil, weil zuvor schon von ihm, vom TeDeum nach errungenem Siege und vom allgemeinen Frieden so