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1 (1924) Das Leben
Entstehung
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512
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5 12 DIE FEUERPROBE

Da die Franziskaner überzeugt zu sein bekannten, daß sie beider Probe verbrennen würden, so fehlte es nicht an Stimmen, diediese als eine Art Mord darstellten und daher als unstatthaft be-zeichneten, während sich andere darüber aufhielten, daß derFrate das Gottesurteil nicht selbst und allein bestehe. Dieserrechtfertigte sich solchen Bedenken gegenüber in einem offenenSchreiben vom 1. April 87 , worin er sagte, da sich Franz in seinem

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Angebote ganz allgemein an jeden Bestreiter der Gültigkeit desBannes gerichtet habe "und nicht an ihn, den Frate, persönlich, sofühle er sich zur Übernahme der Probe um so weniger verpflich-tet, als er ja die Ungültigkeit längst mit bisher unwiderlegtenGründen erwiesen habe.Ich bin übrigens", fuhr er fort, ..gernebereit, mich dem Gottesgerichte in eigener Person zu unterziehen,falls dies der Gesamtkirche zum Nutzen gereicht und die Wider-sacher meiner Lehre im Franziskaner ausdrücklich ihren Käm-pen anerkennen 88 ; und ich vertraue zum Erlöser, daß ich dannmit seiner Hilfe ebenso unversehrt aus dem Scheiterhaufen her-vorgehen werde wie einst die drei Jünglinge aus dem Feuerofen./, ,' Ist es denn nicht genug, daß alle-meine Klosterbrüder, etwa «300an der Zahl, ferner Mönche aller Orden, viele Weltpriester, über-dies Nonnen der verschiedensten Regeln, viele Bürger, Frauen undMädchen, zusammen einige Tausende Personen, zur Probe erbötigsind? -Hatte der Gegner nicht schon voriges Jahr eine Auseinan-' dersetzung mit Dominikus? Auch der heilige Johann Gualbertiführte einst die Feuerprobe nicht in eigener Person, sondern mit-tels eines Stellvertreters aus. Wenn wir, vom sicheren Siege unse-rer Sache überzeugt, ins Feuer schreiten, sind wir deshalb Mörderzu schelten, weil die Gegner im Feuer ihren Tod zu finden fürch-ten? Nicht wir waren es ja doch, von denen die Herausforderungausging, sondern die Gegner erließen sie, und wir waren gezwun-gen, sie anzunehmen 89 ,- x auf daß Gottes Ehre und Lehre nicht zu-schanden werde. Übrigens ist es sehr sonderbar/'daß die Gegnerin ihrem großen Orden nicht einen einzigen finden, der sich dasFeuer unverletzt zu durchschreiten getraute, während eben hierzuauf unserer Seite Hunderte, ja Tausende bereit sind; und doch be-haupten die Gegner stets, die Wahrheit auf ihrer Seite zu haben."Mit Fug und Recht konnte der Frate auf die Siegeszuversichtseiner Getreuen verweisen. In der Tat herrschte in ihren Reiheneine Begeisterung, die selbst die Gegner in Staunen versetzte 90 ./fr *~> ^f, <,,vA-, f - _ v . lUy ^ AtJ .

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