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1 (1924) Das Leben
Entstehung
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404
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404 DIE PREDIGTEN ÜBER EZECHIEL

ten, so daß noch die anständigste Bezeichnung, mit der sie ihnbedacht hätten, die eines Marranen gewesen sei 95 . Der Papst be-ruhigte sich jedoch, da Spanien und Neapel das Abkommen bil-ligten, das auch die Arrabbiaten ebenso freudig begrüßten, wiees die Frateschen verwünschten 96 . Seine Wirkungen wurdenbald fühlbar. Ende März vereinbarten die Ligamächte mit demPapste, die Wiederherstellung Peters mit allen Kräften zu unter-stützen. Venedig verpflichtete sich, seine pisanischen Truppenwider Florenz marschieren zu lassen, sobald Peter dies wünsche.Johann Bentivoglio sollte den Angriff von Pistoja und Firenzuolaaus fördern, Katharina Sforza das gleiche von Forli aus tun.Peter sollte 16 000 Golddukaten erhalten, um Truppen zu werben;es sollten Vertraute nach Florenz geschickt werden, um die dor-tigen Freunde in ihrer Treue zu stärken und neue zu werben.Alles sollte möglichst rasch vor sich gehen, jedenfalls noch wäh-rend der Amtsdauer der gegenwärtigen wohlgesinnten Signorieund ihres bewährten Bannerherrn Bernhard del Nero 97 . Alexan-der VI., besonders vom spanischen Botschafter in seinem Ent-schlüsse bestärkt, war für ihn um so mehr Feuer und Flamme,als er von Peter die Zusage erhalten hatte, im Falle des Gelingenssolle sein Sohn, der Herzog von Gandia, florentinischer Befehls-haber werden. In drei langen Unterredungen besprach er mitPeter die Einzelheiten der Ausführung und seiner Unterstützung,die er an keine weiteren Bedingungen als an die Zusicherung desletzteren gebunden wissen wollte, daß er ein guter Italiener undtreuer Verbündeter sein werde 98 . Die Sache verhieß sicheren Er-folg. Die Verhältnisse lagen in Florenz so günstig wie möglichund luden zu einem Staatsstreich förmlich ein.

Es gab in der Arnostadt noch immer eine Masse von Leuten,die zu den vertriebenen Medici die engsten Beziehungen unter-hielten. Geistliche und Höflinge hatten sich zu ihnen nach Rombegeben und hielten sich in der Umgebung Peters und des Kar-dinals auf. Da hierin eine unverkennbare Gefahr für den Bestandder Volksherrschaft lag, so hatte Valori als Bannerherr einen Er-laß durchgesetzt, der allen Florentinern den Aufenthalt bei denMedici aufs strengste verbot, widrigenfalls sie selbst und ihre An-gehörigen der Strafe der Empörer verfallen sein sollten. Nichtsverriet jedoch deutlicher, wie zahlreich und mächtig der medicei-sche Anhang noch war, als der außerordentlich zähe Widerstand,