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1 (1924) Das Leben
Entstehung
Seite
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WIEDERVEREINIGUNG MIT DEN LOMBARDEN 307

gregation als ihren rechtmäßigen Vorgesetzten anzuerkennen. DieBrüder Dominikus von Pescia, Thomas Busini und Silvester vonFlorenz 22 aber haben sich unverzüglich nach Bologna zu ver-fügen, um ihrer Versetzung in ein anderes Kloster gewärtig zusein. Zugleich wurde ein Breve an Sebastian Maggi mit dem ge-messenen Befehle erlassen, den Bruder Hieronymus aus Fefrarazur Rechenschaft vor sein Gericht zu laden, nach Befund wider ihneinzuschreiten und die entsprechenden Strafen zu verhängen 23 .

Die Wiedervereinigung S. Marcos mit der Lombardei war derhärteste Schlag, der den Frate treffen konnte. Hatte es bei ihrsein Bewenden, so war sein Lebenswerk untergraben. In dieseräußersten Bedrängnis nahm er seine Zuflucht zu einem römischenFreunde und Ordensbruder und ersuchte ihn um seine Vermitt-lung beim Kardinalprotektor Caraffa, sowie bei seinem ferrare-sischen Landsmanne, dem geschätzten Kanonisten Felinus San-deus 24 , der am römischen Hofe die angesehene Stellung einesAuditor rotae bekleidete und auch schon das Entschuldigungs-schreiben vom 31. Juli eingesehen und gebilligt hatte 25 . Was indem Breve an Vorwürfen gegen ihn erhoben werde, klagte derFrate in seinem Schreiben 26 , sei das Werk seiner erbitterten Geg-ner, gewisser Ordensleute, die er mit Namen nennen könnte, undverkehrter Bürger, die mit Hilfe italienischer Machthaber dieHerrschaft über die Stadt an sich zu reißen trachteten. Sie allestrebten ihm, da er ihnen im Wege stehe, nach dem Leben, so daßer ohne militärischen Schutz nicht mehr aus dem Hause zu gehenvermöge, wie denn überhaupt alle, die ein frommes Leben führenmöchten, Gegenstand der Verfolgung seien. Wüßte der Papst, daßer falsch berichtet worden sei, so nähme er das von ihm soebenerlassene Breve ohne Zweifel zurück. Der Freund möge also Für-sprache für ihn einlegen und seine Unschuld beschützen; er selbstwerde sein Antwortschreiben, das sehr umfangreich sei, auch anFelinus schicken, damit er sich von der Ungerechtigkeit des Vor-gehens wider ihn selbst überzeugen könne. Helfe das nichts undkönne er seine Seele nicht anders retten, so sei er zum Gehorsambereit, wenn auch die Welt darüber in Trümmer ginge, denn umkeinen Preis wolle er sich in dieser Sache auch nur mit einer läß-lichen Sünde verfehlen.

In einem ausführlichen Schreiben 27 an den Papst vom 29. Sep-tember 1495 suchte der Frate die im Breve vom 8. September

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