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1 (1924) Das Leben
Entstehung
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292 DAS BÜNDNIS GEGEN KARL VIII.

Besuche beehrt worden war, hatte er Äußerungen über die Not-wendigkeit einer Erneuerung der Kirche vernommen 40 ; er wußte,daß sich ganz besonders auch der Kardinal Peraudi von Gurkan dem ärgerlichen Leben des Papstes stieß 41 , und durfte hoffen,daß diese Kirchenfürsten, die großen Einfluß auf Karl VIII.besaßen, im Vereine mit Julian Della Rovere, dem unversöhnlich-sten Feinde der Borja, mit dem längst ersehnten Reformkonz ileschließlich doch durchdringen würden. So ermahnte er denndie Gläubigen in seinen Fastenpredigtenüber Job 1495zum treuen Festhalten an Frankre ich, mit der Erklärung 42 , jener,den Gott zum Vollstrecker seines Willens gegen Italien erkorenhabe, werde stark sein und die ganze Welt nichts wider ihn ver-mögen; es sei derselbe, der von Gott bei den Zügeln genommen,und nach Italien geführt worden sei. Und dieselbe Mahnunglegte er der seligsten Jungfrau in der Predigt 43 in den Mund, woriner über eine vi sionäre Ges andtschaft berichtete, die er in Beglei-tung der heiligen Einfalt ins Paradies an den Thron der Himmels-königin angetreten habe, um das florentinische Volk ihrem beson-deren Schutze zu empfehlen. Die hohe Frau habe ihn mit derMeldung betraut, die Stadt habe all das Ungemach, das sie bisherbetroffen, lediglich dem hartnäckigen Unglauben so vieler Bürgerzuzuschreiben. Um der inständigen Fürsprache der Seligen imHimmel und der Gerechten auf Erden willen solle sie aller ihrehedem verheißenen Gnaden gleichwohl teilhaftig und ruhm-voller, mächtiger und reicher werden als je zuvor. Alles, wasihr bisher entrissen worden sei, oder etwa künftig noch verloren-gehe, werde ihr vollständig zurückgestellt und manches dazu,was sie niemals besessen habe. Wehe aber all ihren Untertanen,die sich wider sie empört hätten; ihnen stehe die schwerste Strafebevor. Die von ihm, dem Frate, schon lange Jahre vorherver-kündete Erneuerung der Kirche werde unfehlbar stattfinden, undzwar bald, ebenso werde die von ihm unter Eingebung des heili-gen Geistes gepredigte Bekehrung der Türken und Mauren so baldvor sich gehen, daß viele Zeitgenossen sie noch erleben. All daskönne aber nicht ohne Trübsal und Schwert vor sich gehen, beson-ders in Italien, das um der Üppigkeit und Frevel seiner Herrscherwillen an all den Übeln schuld sei. Diese der ganzen Halbinsel,der Blütenstadt aber verhältnismäßig noch am gelindesten inAussicht stehenden Heimsuchungen seien ihm von der seligsten