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1 (1924) Das Leben
Entstehung
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JUGENDBÜNDNISSE

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ihren Zusammenkünften frommen Übungen und hielten erbau-liche Ansprachen, etwa über das Leiden Christi oder über dieKommunion oder eine christliche Tugend 42 . Man zählte in Florenz73 solche Vereinigungen, compagnie 43 genannt, die sich in Brude r -schaffen für Erwachsene und für Jünglinge schieden. Die letzte-ren versammelten sich alle Sonn- und Festtage, um unter Auf-sicht ihres Aufsehers (guardiano) und Mahners (correttore) dieVesper und andere kirchliche Tageszeiten gemeinsam zu ver-richten 44 . Der Prediger erkannte mit scharfem Blicke, welchreichen Segen solche J ugendvereinig ungen, vorsichtig zusammen-gesetzt und gut geleitet, im Rahmen des großen, alles entscheiden-den Werkes der Kinder- und Jugendreform zu stiften vermochten.Mit anderweitigen Arbeiten und Sorgen überhäuft, überließ erseinem Freunde Domini kus vo n Pescia d ie Aufgabe ihrer Grün-dung und inneren Gestaltung' 5 . Dominikus scharte die eifrigstenund sittsamsten der jungen Leute um sich, überzeugte sich vonihrer Bereitwilligkeit zur Reform und vereinbarte mit ihnen dieEinzelheiten einer Lebensordnung 46 . Die Mitglieder verpflichtetensich hierdurch zur gewissenhaften Beobachtung der Gebote Gottesund der Kirche, zum öfteren Empfange der heiligen Sakramenteder Buße und des Altars, zum andächtigen Gebete, zum fleißigenBesuche des Gottesdienstes und der Predigt. Sie machten sichferner verbindlich, weltliche Schauspiele, Wettrennen, Maskenzügeu. dgl., aber auch Fecht-, Tanz- und Musikschulen zu meiden,standesgemäße, einfache Kleidung und kurzgeschnittenes Haarzu tragen und Spiele, schlechte Gesellschaften, unschamhafteBücher und Dichter in italienischer oder lateinischer Sprache wieGiftschlangen zu fliehen. Sie erboten sich überdies, an bestimm-ten Tagen die ganze Stadt, jeder sein Viertel, nach Spielen odersonst verbotenem Treiben zu durchstreifen und die Übeltäterzur Rede zu stellen, oder, wenn nötig, den Behörden anzuzeigen;die Mädchen und Frauen, die auf öffentlichen Straßen oder inKirchen unanständig oder zu unbescheiden gekleidet gingen, umdes öffentlichen Wohles der Stadt wie um ihres eigenen Seelen-heils willen zur Ablegung solcher Eitelkeiten zu ermahnen; inden Häusern ihrer Eltern wie anderer Bürger nach anstößigenDingen zu suchen und die Besitzer zu bitten, sich solcher denZorn Gottes herausfordernder sündhafter Gegenstände zu ent-äußern und allen Schimpf, den sie bei solchen Gelegenheiten von